LK-Präsident sagt:

„Asylwerber zur Arbeit zu zwingen ist sinnlos!“

Die von FP-Sozialministerin Beate Hartinger-Klein geforderte Arbeitspflicht im landwirtschaftlichen Bereich für Asylwerber ohne Job stößt bei LK-Präsident Franz Reisecker auf wenig Gegenliebe. Bisherige Erfahrungen hätten gezeigt, dass langjährige Erntehelfer aus Drittstaaten nicht einfach ersetzt werden könnten.

„OÖ Krone“: Was halten Sie von der Forderung der Sozialministerin?

Franz Reisecker: Asylwerber zur Arbeit zu zwingen ist leider völlig sinnlos. Eine Idee, die in der Praxis nicht funktioniert.

„OÖ Krone“: Warum glauben Sie das?

Franz Reisecker:Wer nicht aus eigenem Antrieb in der Landwirtschaft tätig sein will, wird kaum die nötige Motivation aufbringen, diese Arbeiten bestmöglich zu erledigen.

„OÖ Krone“: In Oberösterreich hat man schon gewisse Erfahrung bei der Einbindung von Asylwerbern in die Landwirtschaft.

Franz Reisecker: Wir haben das mit Hunderten Asylwerbern probiert – im Großen und Ganzen ist das leider schiefgegangen.

„OÖ Krone“: Woran ist es gescheitert?

Franz Reisecker: Viele Landwirte mussten die Erfahrung machen, dass langjährige Erntehelfer aus Drittstaaten nicht so einfach durch Asylwerber ohne Vorkenntnisse zu ersetzen sind.

„OÖ Krone“: Welche Probleme hat es dabei sonst noch gegeben?

Franz Reisecker: Nehmen wir das Beispiel „Gurkerlflieger“. Dabei hat es nicht selten Streitereien gegeben, sobald verschiedene Nationalitäten gemeinsam im Einsatz waren.

„OÖ Krone“: Was wünschen Sie sich von der Sozialministerin?

Franz Reisecker: Dass die beantragten Drittstaat-Kontingente bewilligt werden.

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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