19.03.2019 10:50 |

Bezirk Spittal

Aufregung bei Eltern: Werbung in Spittaler Schule?

Eltern im Bezirk Spittal sind sauer: Die Direktorinnen von zwei Volksschulen haben ihnen nämlich vorgeschrieben, in welchem Geschäft sie die Schulutensilien für ihre Kinder einkaufen sollen. Laut Bildungsdirektion kann das als Werbung ausgelegt werden. Eine solche ist an allen Schulen allerdings verboten.

Die Eltern wundern sich schon seit einiger Zeit, dass die beiden Schulleiterinnen sie sehr unmissverständlich immer an das selbe Geschäft verweisen.

Vater: „Ich will nicht genötigt werden!“
Ein verunsicherter Vater: „Wir verstehen diese Vorgangsweise nicht. Immer wieder haben sich Eltern darüber beschwert, aber die Gespräche haben bisher nicht geholfen.“ Es sei ihm schon klar, dass die Lehrer bestimmen können, welche Art von Stiften oder Heften sie für den Unterricht brauchen, ergänzt der Mann: „Wir wissen ja alle, dass zum Beispiel die Kleinsten in großlinierten Heften leichter schreiben lernen. Aber ich möchte mir wenigstens das Geschäft selbst aussuchen dürfen. Ich will nicht genötigt werden!“

Werbung in Schulen verboten
Laut Richtlinie des Ministeriums könnte das Drängen der Pädagoginnen als Werbung ausgelegt werden. Und die sei in Schulen verboten. Bildungsdirektor Robert Klinglmair: „Unsere Aufgabe ist es, die Direktoren und auch die Lehrer darauf hinzuweisen. Wir betreiben diesbezüglich Aufklärung.“

Es gebe ja auch Eltern, die Schulutensilien lieber bei einem Diskonter einkaufen: „Gerade am Schulanfang gibt man viel Geld aus. Da freut man sich, wenn man irgendwo einsparen kann.“

Serina Babka
Serina Babka
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