An Brennpunkt-Schule

Studentinnen üben den Lehrerinnen-Alltag in Linz

An drei oö. Volksschulen läuft derzeit ein innovatives Praxisprojekt der Pädagogisches Hochschule. Studenten des Abschlusssemesters übernehmen im „Students run School“-Projekt nach norwegischem Vorbild drei Wochen lang den Unterricht. Die „Krone“ besuchte zwei Studentinnen in der Linzer Mozartschule.

„Ziel und Zweck dieses Praktikums ist es, den Studierenden – und fast fertig ausgebildeten Lehrern – einen möglichst realitätsnahen Einblick in den künftigen Berufsalltag mit seinen vielfältigen Herausforderungen zu ermöglichen“, erklärt Projektkoordinatorin Alexandra Pilz den Ansatz.

„Projekt taugt uns“
Wir besuchten die VS 4, die Mozartschule in Linz, eine sogenannte „Brennpunktschule“ mit sehr hohem Migrationsanteil. Unter der Anleitung von Klassenlehrerin Edith Schrammel unterrichten Viktoria Söllner (22) aus Gschwandt und Kerstin Brückl (21) aus Wels in der „1a“. Das ist eine Klasse mit 21 Kindern, von denen sieben Deutsch als Muttersprache haben. Die Studentinnen sagen: „Das Projekt taugt uns. Es ist eine Super-Erfahrung, aber auch teilweise eine Herausforderung. Wir haben zwar vorher auch schon übungshalber unterrichtet, aber bei diesem Projekt steht man wirklich ohne Lehrer in der Klasse.“ Lehrerin Edith Schrammel: „Wir haben die Kinder auf die Studentinnen vorbereitet, ihnen gesagt, dass die beiden jetzt die Chefinnen sind. Sie machen den Unterricht selbstständig und haben die Klasse gut im Griff.“

Sprachengemisch
In der „1b“ unterrichtet Silvia List ebenfalls mit zwei Studentinnen. In ihrer Klasse hat keines der 18 Kinder Deutsch als Muttersprache, deshalb wird auch auf Türkisch, Arabisch, Bosnisch, Albanisch und Spanisch unterrichtet.

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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