Dicke Luft in Gmunden:

Ermittlungen gegen Stadtchef wegen Lokal

Völlig überrascht worden ist der Gmundner VP-Bürgermeister Stefan Krapf von einer Anzeige gegen ihn, die sogar Ermittlungen nach sich zieht. Hintergrund ist die Vergabe des Restaurants Orther Stub’n im Schloss Ort. Krapf hätte, so der Prüfungsausschussobmann, der Stadt Schaden zugefügt.

Krapf ist sich keiner Schuld bewusst und spricht von einem „politischen Foul“, mit dem ihm der Grüne Prüfungsausschussobmann Josef Sperrer kürzlich überrascht hat. Sperrer hat Krapf bei der Staatsanwaltschaft wegen Amtsanmaßung, Untreue und Amtsmissbrauch angezeigt. Hintergrund ist die Vergabe der „Orther Stub’n“ an die Pächter Hermann Gruber und Gerhart Hinterwirth vor einem Jahr.

Zwei von drei Tatbeständen verworfen
Zwei der Tatbestände hat die Staatsanwaltschaft verworfen, wegen Untreue ermittelt nun das Landeskriminalamt. „Zwei Tage, bevor das LKA angerufen hat, habe ich Sperrer noch getroffen. Er hat nichts von einer Anzeige gesagt“, ärgert sich Krapf. Der Stadtchef ist sich keiner Schuld bewusst, spricht von einem völlig neuen politischen Stil.

Angeblicher Schaden von 35.000 Euro für die Stadt
Was ist passiert? Die Wirte erhielten nach einem Hearing mit ÖVP-Politikern, dem Stadtamtsdirektor und einem Makler den Zuschlag. Sperrer kritisierte damals Vorgehensweise und mangelnde Transparenz, am Ende löste sich aber scheinbar alles doch in Wohlgefallen auf. Nun behauptet Sperrer, dass der Stadt 35.000 Euro Schaden entstanden wären, weil sich auch Pächter beworben hätten, die selbst mehr investieren wollten.

Simone Waldl
Simone Waldl
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