Not-OP rettet Arm

In Presse geraten – Mann stanzt sich Loch in den Arm

Oberösterreich
04.03.2010 09:12
Ein 40-jähriger Arbeiter in Asten hat sich ein 36 Quadratzentimeter großes Loch aus seinem rechten Arm gestanzt. Eine Amputation unterhalb des Ellenbogens drohte. Der Schichtleiter wird zwar seinen Arm nie mehr so kräftig verwenden können wie früher, doch eine zweistündige Not-OP im Linzer AKH verhinderte das Schlimmste.

Der Mann wollte eine neue Stahlrolle in die Presse einfädeln und war mit dem rechten Arm im Walzensystem, als er die Hydraulik betätigte. Der Leiter der Nachtschicht konnte den Arm nicht mehr wegziehen – als sich die Maschine schloss, stanzte sie ein Sechs-mal-sechs-Zentimeter-Loch aus dem Unterarm des Mannes.

Der Verletzte konnte noch selbst die Hydraulik öffnen und den Arm herausziehen. Inzwischen hatte ein Kollege (32) aus Enns die Schreie gehört und half dem 40-Jährigen.

Langwierige Heilung
Im Linzer AKH konnten Dr. Harald Stöcher und sein Team den beschädigten Knochen verplatten und das "Loch" zumindest so weit schließen, dass der Arm gerettet werden konnte. In den kommenden Tagen müssen bei Folge-Operationen zerstörte Weichteile und Nerven rekonstruiert werden.

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