12.03.2019 13:04 |

Keiner bei Eröffnung

Donut-Geschäft nach traurigem Tweet leer gekauft

Dass der Kurznachrichtendienst Twitter neben der Generierung von Shitstorms am laufenden Band durchaus auch etwas Gutes bewirken kann, macht jetzt eine berührende Geschichte aus den USA deutlich: Weil niemand zur Eröffnung des Donut-Ladens seines Vaters kam, teilte Billy By ein trauriges Bild vom Papa im leeren Geschäft auf Twitter - und löste damit eine wahre Flut an Unterstützung aus. Am Ende des Tages war dann das ganze Geschäft leer gekauft. Und Billys Vater konnte wieder lachen ...

Billy Bys Vater hatte am vergangenen Wochenende in Missouri City nahe der Metropole Houston im Bundesstaat Texas einen neuen Donut-Laden eröffnet.

Doch am Tag der feierlichen Eröffnung blieb der erhoffte Kundenansturm aus, in der Bäckerei herrschte gähnende Leere, wie auf Bildern zu sehen ist, die der Sohn des Mannes auf Twitter postete. „Mein Vater ist traurig, weil niemand in seinen neuen Donut-Laden kommt“, schrieb Billy auf Twitter. Eine Aufnahme zeigt seinen Vater hinter der Theke, ein weiteres Foto zeigt den leeren Parkplatz vor dem Laden.

Mit seinem Posting löste Billy eine Flut an Reaktionen aus - die sich nicht nur auf den Kurznachrichtendienst beschränkten, wo der Tweet mehr als 320.000-mal geteilt und mehr als 700.000-mal kommentiert wurde.

Zahlreiche Menschen, die den Tweet gelesen hatten, statteten dem Donut-Laden noch am Eröffnungstag einen Besuch ab, um sich mit den köstlichen Donuts und anderen Backwaren, etwa den Golatschen ähnelnden Kolaches, einzudecken. Kolaches nach tschechischem Rezept sind seit einigen Jahren in Texas voll im Trend und werden mittlerweile in süßen und pikanten Varianten angeboten.

Auch Journalisten bekamen von der Geschichte Wind und machten sich selbst vor Ort ein Bild von der Lage - eine schlichtweg unbezahlbare Werbung für den Donut-Laden. Am Ende des Tages waren alle Donuts ausverkauft. Und Billys Vater? Der konnte wieder lachen. In einem weiteren Tweet bedankte sich Billy bei den Twitter-Usern: „Ihr seid alle großartig. Ich kann euch nicht genug danken, dass ihr gekommen seid und das lokale Gewerbe unterstützt habt. Das bedeutet meiner Familie so viel.“

Und auch Twitter selbst schaltete sich in die rührende Geschichte ein, eine Mitarbeiterin stattete dem Donut-Laden einen Besuch ab.

Für die Familie By gab es T-Shirts und ein Fotoshooting, das wiederum über das offizielle Twitter-Konto des Kurznachrichtendienstes verbreitet wurde. Besser hätte es für den neuen Laden wirklich nicht laufen können ...

Harald Dragan
Harald Dragan
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