Anklage in Wels:

Afghane wollte Frau mit Drohungen zur Ehe zwingen

So wird es sicher nichts mit der Liebe: Ein Afghane bedrohte in Seewalchen seine Angebetete mit der Veröffentlichung von gefälschten Nacktfotos, um sie zur Ehe zu bewegen. Kein Wunder, dass die junge Frau nicht wollte. Der verhinderte Bräutigam steht derzeit in Wels wegen versuchter Zwangsheirat vor Gericht.

Paragraf 106a, Zwangsheirat, wird in Österreich äußerst selten angeklagt. Wer eine Person mit Gewalt oder durch gefährliche Drohung oder Drohung mit dem Abbruch oder Entzug der familiären Kontakte zur Eheschließung oder zur Begründung einer eingetragenen Partnerschaft nötigt, ist mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu bestrafen, heißt es dazu im Gesetz. Dem 34-jährigen Afghanen wird in Wels versuchte Zwangsheirat vorgeworfen. Der Prozess wurde bereits einmal vertagt.

Drohung mit Vergewaltigung
Mit Brautwerben oder Liebe hatte das Vorgehen des verhinderten Bräutigams, wie es in der Anklage geschildert wird, nichts zu tun. Er soll die von ihm umworbene Frau im November des Vorjahres mehrmals gefährlich bedroht haben. Dabei soll er sogar angekündigt haben, dass er sie mit einem Messer stechen werde. Nacktfotos, in die er das Porträt seiner Angebeteten hineinkopieren werde, wollte er auf YouTube veröffentlichen, so eine weitere Drohung. Auch mit einer Vergewaltigung soll er gedroht haben, um die Frau zur Einwilligung in die Eheschließung zu bewegen. Ein Urteil steht noch aus.

Claudia Tröster, Krone Zeitung

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