Rektor Lukas meint:

Praktischer Arzt zu sein, muss attraktiver werden

Dieser Tage hat die Linzer JKU eine (Teilzeit-)Professur für Allgemeinmedizin ausgeschrieben, eines der Alleinstellungsmerkmale des Linzer Konzepts. Rektor Meinhard Lukas erklärt, warum Bewerber- und Bewerberinnen ihre Praxis weiterführen sollen und wie die Professur gegen den Hausärztemangel helfen könnte

„OÖ-Krone“: Eine Teilzeit-Professur im für’s Linzer Konzept so zentralen Bereich klingt seltsam.
Rektor Meinhard Lukas
: Es ist mir unglaublich wichtig, da jemanden zu haben, der weiter allgemeinmedizinisch tätig ist. Nur so kann er oder sie vermitteln, was die Qualität des Berufs ist, welche Herausforderungen sichin der Praxis stellenund was die Konsequenzen aus den Systemmängeln, die es gibt, sein müssten. Das soll die Forschungstätigkeit und die Lehre prägen.

„OÖ-Krone“: Die Absolventen und Absolventinnen helfen dann ja auch gegen den Ärztemangel in diesem Bereich.
Lukas
: Der Ärztemangel in der Primärversorgung, sprich Hausärzteund Kinderärzte, ist und wird noch mehr eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen. Wir brauchen sicher verbesserte Verhältnisse für Allgemeinmediziner, damit der Beruf wieder attraktiver wird. Es nutzt ja nichts, wenn wir zwar unsere Studierenden für diesen Beruf sensibilisieren, aber draußen sagen sie dann womöglich, bei aller Liebe, das ist mir zu unattraktiv.

„OÖ-Krone“: Schon jetzt lehren viele Praktische Ärzte an der Linzer Medizinfakultät. Sind die dann überflüssig?
Lukas
: Im Gegenteil, die wird es in Zukunft weiter geben, unbedingt. Die sollen nur ein stärkeres Rückgrat kriegen durch den Lehrstuhl.

Interview: Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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