Creed, Nickelback und Poserkonsorten können sich warm anziehen: Pearl Jams neues Album zeigt dem abkupfernden Nachwuchs wieder einmal, was ein Meisterstück ist. Auch wenn man mit schöner Regelmäßigkeit weniger verkauft als die Epigonen.
Auf "Riot Act" zeigen sich Eddie Vedder undKumpanen entspannter, gereifter und ausgefeilter denn je. Einwenig schwerer Pathos klingt in Vedders Stimme zwar immer nochmit, aber keinesfalls so penetrant schmalzig wie beispielsweisebei "Creed", die seit wenigen Jahren die größten Stadienfüllen und in den Charts immer ganz oben positioniert sind.Obwohl sie ja eigentlich nur Pearl Jam nachspielen und wesentlichheftiger Posen, als dies Pearl Jam selbst in den Anfangsjahrengemacht haben. Für gewichtige Ansagen ist Eddie Vedder natürlichnoch immer zu haben, wie wenig ihm der Kommerz inzwischen aberam Herz liegt, zeigt das neue Album: von rockig bis bluesig wirddie gesamt Bandbreite abgedeckt. Präzise Instrumentalisierungund kraftvolle Stimme tun das ihre dazu. Mit Sicherheit fehlenauch weiterhin Megaseller wie die weltbekannten "Alive" und "Jeremy",der Klasse des Albums tut das aber keinen Abbruch. Hier wird einfachMusik für Liebhaber gemacht - eingängig, richtig und,trotz allem, wichtig! (cs)
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