Wegen Skandal
Gouverneur von New York bricht Wahlkampagne ab
Dem Gouverneur wird vorgeworfen, in einem Verfahren gegen seinen engsten Berater und Freund, David Johnson, Druck auf die Klägerin ausgeübt zu haben. Johnson soll die 40-jährige Frau, mit der er vier Jahre zusammenlebte, im Oktober gewürgt, geschlagen und gegen Möbel in der gemeinsamen Wohnung geschleudert haben. Auf Gerichtsbefehl durfte sich Johnson der Frau nach der Tat nicht mehr nähern.
Prügelopfer eingeschüchtert?
Am 8. Februar hatte ein New Yorker Gericht Anklage gegen den hochrangigen Mitarbeiter der New Yorker Regierung erheben wollen. Die Klage wurde jedoch fallen gelassen, als das Opfer nicht zu der Anhörung erschien. Die "New York Times" ging dem Fall nach und deckte in einem Bericht vom Donnerstag auf, dass Gouverneur Paterson die Frau am Abend vor der Anklageerhebung angerufen und sich persönlich für Johnson eingesetzt hatte.
Zuvor waren Vertreter der New Yorker Polizei der Zeitung zufolge mehrmals bei der Frau aufgekreuzt und hatten sie gedrängt, keine rechtlichen Schritte gegen Johnson vorzunehmen. Paterson hatte das höchste Amt im Staat New York im März 2008 von dem gewählten Gouverneur Eliot Spitzer übernommen, der wegen eines Sex-Skandals zurückgetreten war.
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