Sa, 23. März 2019
20.02.2019 16:57

„Fehler“ eingeräumt

Nest Secure: Google verschwieg eingebautes Mikro

Smarte Geräte stehen bei vielen Menschen in Verruf, heimliche Abhöreinrichtungen zu sein, die jedes gesprochene Wort ihrer Nutzer belauschen. Die Sorgen scheinen zumindest nicht ganz unbegründet zu sein. Aktuelles Beispiel: Google. Denn der Internetkonzern hatte, wie jetzt bekannt wurde, verschwiegen, dass in einem Alarmsysten seiner Tochterfirma Nest ein Mikrofon eingebaut ist. Ein „Fehler“, heißt es.

Google hatte Anfang Februar angekündigt, dass sein im Herbst 2017 veröffentlichtes Alarmsystem Nest Secure per Update fit für den hauseigenen Sprachassistenten Google Assistant gemacht werden soll.

Das Problem: Nutzer waren bis dato im Unklaren darüber, dass dies überhaupt möglich ist. Denn für die Unterstützung eines Sprachassistenten bedarf es eines Mikrofons - und ein solches tauchte in den offiziellen technischen Spezifikationen des Geräts bislang nicht auf.

„War nie als Geheimnis gedacht“
Gegenüber dem „Business Insider“ räumte das Unternehmen nun einen „Fehler“ ein. „Das integrierte Mikrofon war nie als Geheimnis gedacht und hätte in den technischen Daten aufgeführt werden sollen. Das war ein Fehler unsererseits“, wird ein Sprecher des Internetkonzerns zitiert.

Zugleich betonte Google, dass „das Mikrofon noch nie eingeschaltet war“ und nur aktiviert werde, wenn der Benutzer dies bewusst über die dazugehörige App tue. Integriert worden sei das Mikrofon ursprünglich, um nachträglich neue Funktionen hinzuzufügen, wie die Fähigkeit, das Zerbrechen von Glasscherben am Klang zu erkennen und so möglicherweise einen Einbruch zu verhindern.

Sebastian Räuchle
Sebastian Räuchle

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