Kein Tag ohne Lawinenabgang: Neben der Tragödie in Salzburg gab es am Samstag auch in Tirol einen weiteren Zwischenfall. Betroffen war ein Däne (20), der mit seinem Vater eine Variantenabfahrt am Arlberg nahm. Ein Ausrüstungsgegenstand dürfte ihn vor Schlimmerem bewahrt haben ...
Der 51-jährige Däne unternahm gemeinsam mit seinem 20-jährigen Sohn eine Skitour im Bereich der Hinteren Rendlspitze (2741 Meter). Dabei stiegen die beiden gleichwertigen Tourenpartner aus dem Skigebiet von St. Anton kommend auf die 2551 Meter hohe Rendlscharte auf. Von dort beabsichtigten sie, durch das Malfontal nach Pettneu abzufahren.
Auf bestehender Spur Flanke gequert
Um in idealeres Gelände zu gelangen, querten sie die etwa 35 Grad steile Nordostflanke der Hinteren Rendlspitze, wobei sie sich dabei auf einer bereits bestehenden, ausgefahrenen Spur befanden. Der Vater fuhr voran, sein Sohn folgte ihm laut eigenen Angaben mit einem Abstand von ca. 20 bis 30 Metern.
Als der Vater einen nach seinem Empfinden sicheren Haltepunkt erreicht hatte, hielt er an. Der Sohn befand sich noch etwa zehn Meter von seinem Vater entfernt, als sich rund zehn bis 15 Meter oberhalb seiner Position ein Schneebrett löste.
Ein Skiführer befand sich mit seiner Gruppe auf einer Geländekuppe unterhalb des Unglückorts. Er stieg umgehend zum Lawinenopfer auf und leistete Erste Hilfe.
Die Polizei
Nur Teilverschüttung, weil Lawinenairbag aktiviert
Der Sohn wurde erfasst und mitgerissen. Er konnte geistesgegenwärtig seinen Lawinenairbag auslösen und wurde lediglich im Bereich der Beine teilverschüttet. Ein Skiführer befand sich mit seiner Gruppe auf einer Geländekuppe unterhalb des Unglücksorts. Er stieg umgehend zum Lawinenopfer auf und leistete Erste Hilfe.
Verletzungen an Bein und Schulter
Das Lawinenopfer wurde von der Besatzung des C5 versorgt, mittels Taues geborgen und mit Verletzungen im Bein- und Schulterbereich ins Krankenhaus nach Zams geflogen, wo der junge Mann stationär aufgenommen wurde. Der Vater konnte selbständig nach Pettneu abfahren.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.