Schwierige Beziehung

Europäischer Filmpreis geht an „Sentimental Value“

Medien
17.01.2026 22:43
Porträt von krone.at
Von krone.at

Das Drama „Sentimental Value“ des norwegischen Regisseurs Joachim Trier über eine schwierige Vater-Tochter-Beziehung hat gleich sechs Europäische Filmpreise eingeheimst – darunter die Auszeichnung für den besten Film.

Die Hauptdarsteller – der Schwede Stellan Skarsgård und die Norwegerin Renate Reinsve – gewannen beide Schauspielpreise. Trier wurde selbst auch für die beste Regie ausgezeichnet. Das teilte die Europäische Filmakademie am Samstagabend in Berlin mit.

Fünf Auszeichnungen gingen an das Roadmovie „Sirât“ des französischen Regisseurs Oliver Laxe, darin machen sich ein Vater und sein Sohn in der Wüste auf die Suche nach der verschwundenen Tochter.

Trier wurde 1974 in Kopenhagen geboren und entstammt einer Familie von Filmschaffenden.
Trier wurde 1974 in Kopenhagen geboren und entstammt einer Familie von Filmschaffenden.(Bild: AFP/RALF HIRSCHBERGER)

Der deutsche Beitrag für die Oscars - „In die Sonne schauen“ von Regisseurin Mascha Schilinski – gewann eine Auszeichnung für das beste Kostümbild, ging aber sonst trotz etlicher Nominierungen leer aus.

Mascha Schilinski
Mascha Schilinski(Bild: AFP/RALF HIRSCHBERGER)

Solidarität mit dem Iran
Die Eröffnungsrede hielt der iranische Regisseur Jafar Panahi („Ein einfacher Unfall“), der auf die Lage in seinem Heimatland hinwies. Die Regierung in dem Land war zuletzt mit aller Härte gegen Demonstranten vorgegangen.

„Wenn die Welt heute nicht auf diese eklatante Gewalt reagiert, dann ist nicht nur der Iran, sondern die ganze Welt in Gefahr“, warnte Panahi. Auf dem roten Teppich zeigten sich mehrere Filmschaffende solidarisch.

Auch die Tochter von Jafar Panahi, Solmaz Panahi, machte auf die Missstände im Iran aufmerksam.
Auch die Tochter von Jafar Panahi, Solmaz Panahi, machte auf die Missstände im Iran aufmerksam.(Bild: EPA/CLEMENS BILAN)

Der Europäische Filmpreis, der abwechselnd in Berlin und einer anderen Stadt vergeben wird, wurde zum 38. Mal verliehen. Die rund 5400 Mitglieder der Europäischen Filmakademie konnten – ähnlich wie bei den Oscars in den USA – über viele Preisträger abstimmen. Österreichische Filme waren nicht nominiert.

Wer noch ausgezeichnet wurde
Als bester Dokumentarfilm wurde „Fiume o Morte!“ geehrt. Die Auszeichnung für das Lebenswerk ging an die norwegische Schauspielerin und Regisseurin Liv Ullmann („Szenen einer Ehe“).

Prämiert wurden auch Maren Ade, Janine Jackowski und Jonas Dornbach von der Berliner Produktionsfirma Komplizen Film. Die italienische Regisseurin Alice Rohrwacher („Glücklich wie Lazzaro“) wurde für ihre Verdienste um den weltweiten Einfluss des europäischen Kinos geehrt.

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