Seit Samstag sind bis 20. März vier Vorstandspositionen der Hypo Group Alpe Adria ausgeschrieben. Darunter der derzeit von Pinkl bekleidete Posten des CEO, also des Vorstandschefs. Bereits im Vorfeld der Ausschreibung des gesamten Vorstands war im Aufsichtsrat eine Debatte entbrannt: Dabei soll auch ein Austausch Pinkls ein Thema gewesen sein.
Pinkl, der am 1. Juni 2009 an die Spitze der Hypo Group Alpe Adria nach Klagenfurt wechselte, hat in seinem ursprünglichen Fünfjahres-Vertrag eine so genannte "Change of control"-Klausel. Er hat den Aufsichtsrat Ende voriger Woche informiert, dass er sich am Bewerbungsverfahren nicht beteiligen wird.
In einer "persönlichen Erklärung" ging er auf das Hypo-Alpe-Adria-Drama ein: Die ihm im Vorfeld seiner Berufung zum Vorstandsvorsitzenden von den damaligen Eigentümern dargestellte Lage der Bank hatte sich in der Folge als weit dramatischer erwiesen als dargestellt", schreibt Pinkl in seiner wohl letzten öffentlichen Erklärung als Hypo-Chef.
Die Bank sei stabilisiert, so Pinkl, mit dem Eigentümerwechsel heute in deutliches ruhigeres betriebswirtschaftliches Fahrwasser geleitet.
Ausgangssituationen verändert
Um nach dem Eigentümerwechsel einen Übergang "ohne zusätzliche Reibung" zu ermöglichen, habe er sich damals grundsätzlich bereit erklärt, weiterhin zur Verfügung zu stehen. Nun hätten sich die Ausgangssituationen verändert. Er habe den Aufsichtsrat informiert, dass er sich nicht mehr bewerben werde. "Insofern erwarte ich eine Entscheidung des Aufsichtsrates", so Pinkl.
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