Zigarette schuld?

Rätsel um verbrannte 77-jährige Linzerin

Warum ist Elfriede V. tot? Warum hat die 77-Jährige Verbrennungen am Körper, aber ein Brandherd in der Wohnung in Linz-Auwiesen fehlt? Vor einem Rätsel stehen die Ermittler, nachdem die Feuerwehr zu einer Rauchentwicklung gerufen worden war und im Wohnzimmer der verschlossenen Wohnung die Leiche fand.

Kurz nach Mitternacht hatten Nachbarn den Qualm entdeckt, der aus der Erdgeschoßwohnung im dreistöckigen Haus am Magerweg drang. Die Zimmer waren zwar massiv verraucht, die Feuerwehr fand aber keinen Brandherd. Im Wohnzimmer lag aber Elfriede V. (77) tot am Boden, war offenbar in den gläsernen Couchtisch gestürzt, der zerbrochen war, hatte Brandwunden.

Opfer lebte alleine
„Es war ein Mordsauflauf in der Nacht. Dass die Frau umgekommen ist, hat uns noch gar niemand gesagt“, sagen Nachbarn, die über den tragischen Tod der 77-Jährigen geschockt sind. Die Pensionistin hatte vor einigen Jahren ihre Ehemann verloren, lebte seither alleine in der Wohnung.

Türen versperrt
Die Polizei konnte die Angehörigen - es dürfte zumindest eine Tochter geben - noch nicht erreichen und daher ist unklar, ob in der Wohnung etwas fehlt. Einen Einbruch konnten die Ermittler ausschließen, auch die Türen waren versperrt.

Zigarette „unter Verdacht“
Für Montag ist die gerichtliche Obduktion der 77-Jährigen - sie konnte jedenfalls einwandfrei identifiziert werden - angesetzt. Die Ermittler lassen sich alle Optionen offen, gehen aber laut der aktuellen Spurenlage von einem tragischen Unfall aus. Die 77-Jährige war nämlich Raucherin, im Wohnzimmer stand auch ein Aschenbecher. Beim Rauchen könnte die Kleidung der Frau in Brand geraten sein - das würde die Brandwunden erklären. Todesursache könnten Ersticken oder die Sturzfolgen gewesen sein.

Markus Schütz/Kronen Zeitung

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