Nur 200 € Subvention

Silberregion speist Bergrettung Schwaz ab

Tirol
12.02.2019 08:00
„Nur 200 Euro jährlich an Subvention ist dem Tourismusverband unsere Arbeit wert“, ärgert sich Fred Wallenta, Ortsstellenleiter der Bergrettung Schwaz und Umgebung. Zum Vergleich: Beispielsweise erhält die BR Vorderes Stubaital 4.500 Euro von den Touristikern, auch in Kappl sind es deutlich mehr als 200 Euro.

Wallenta hat auf der aktuellen Jahreshauptversammlung der Ortsstelle seinem Ärger Luft gemacht. Kein Wunder: Immerhin umfasst das Einsatzgebiet der 35 Mitglieder starken Einheit ungefähr 185 Quadratkilometer. Und mit der Eröffnung der Rodelbahn am Kellerjoch im Jahr 2017 ist ein weiterer Einsatzbereich dazu gekommen.

Bereitschaftsdienste
„Wir leisten hier den ganzen Winter über Bereitschaftsdienste mit jeweils mindestens zwei Mann“, informiert Wallenta. Natürlich kostet auch die technische Ausrüstung dafür viel Geld. Die Bergretter sind bei ihren Diensten für die Rodler in der Regel mit einem Quad unterwegs. Im vergangenen Winter mussten sie außerdem siebenmal konkrete Notfälle versorgen. Alles in allem gab es im Vorjahr im gesamten Gebiet 56 Einstäze.

Immer Absagen erhalten
„Wir haben schon um einen größeren Betrag angesucht, erhielten aber immer eine Absage“, erinnert sich Wallenta. Der Wunschbetrag wäre 4000 Euro pro Jahr. „Dies halten wir für angemessen, denn wir tun sehr viel für die Touristen“, sagt der Ortsstellenleiter. Zum Vergleich: Die Stadt Schwaz lässt sich die Arbeit der Bergrettung im Jahr insgesamt nicht weniger als 4800 Euro kosten.

Unterstützung durch Bürgermeister
Die Bürgermeister von Schwaz und Vomp haben angekündigt, in Sachen Förderung noch einmal gemeinsam einen Vorstoß beim Tourismusverband zu unternehmen.

TVB zu Gespräch bereit
Seitens der Verantwortlichen des Tourismusverbands Silberregion Karwendel heißt es, dass man sich bei den Grundsubventionen an die Förderrichtlinien halte. Für außertourliche Aufgaben habe man jedoch immer ein offenes Ohr.

Erst kürzlich sei die Ortsstelle informiert worden, dass der Verband in dem Zusammenhang zu Gesprächen bereit sei. Die Bergrettung habe darauf jedoch bisher nicht geantwortet.


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