Der Unternehmer fordert von der Republik allein für Jänner Schadenersatz in Höhe von 768.000 Euro, erklärte er am Donnerstag. Darin seien auch 20.000 Euro wegen "Kreditschädigung für die wahrheitswidrige mediale Verbreitung der Behauptung, die Knaus-Hubschrauber würden nicht den europäischen Sicherheitsbestimmungen entsprechen" inkludiert, bestätigte Knaus. "Es sind knapp über 250 Flüge, die wir im Jänner nicht fliegen konnten", gab er an.
Im Februar geht es um eine Million
Für den laufenden Monat Februar werde er eine Klage über eine Summe von einer Million Euro einbringen. Knaus hoffte nach der momentan vierwöchigen Frist zur Klagebeantwortung vonseiten der Republik "auf einen raschen Gerichtstermin" am Landesgericht für Zivilrechtssachen in Wien.
Im Moment habe das Unternehmen lediglich einen Helikopter im Bundesland Salzburg in Betrieb, der den Zulassungskriterien entspreche. Knaus habe bereits Gespräche mit ausländischen Luftfahrtbehörden geführt, um die Genehmigung für Rettungsflüge in Europa zu erhalten.
71 Mitarbeiter vor der Kündigung
Das Salzburger Hubschrauberunternehmen musste 71 Mitarbeiter in Salzburg und Tirol zur Kündigung anmelden. Hintergrund sind strengere österreichische Vorschriften für Rettungshubschrauber seit 1. Jänner, nach denen Maschinen an fünf Standorten nicht mehr fliegen dürfen.
Die neuen Vorschriften sehen nur mehr den Einsatz von Hubschraubern mit einer speziellen Zulassung (Kategorie A) als höchste Leistungsklasse vor. Diese erfüllen die Helikopter von "Heli Austria" laut Austro Control nicht. Knaus bestreitet dies. Betroffen sind die Salzburger Standorte St. Johann im Pongau und Bad Hofgastein, in Tirol sind dies Karres (Bezirk Imst), Matrei in Osttirol und Hochgurgl im Ötztal.
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