08.02.2019 22:00 |

WK: „Ein Einzelfall“

Hotel-Skandal: Strafen schlagen hohe Wellen

Die Strafen für Vergehen von Mitarbeitern in einem Kärntner Seehotel schlagen hohe Wellen. Wie berichtet, muss das Personal bezahlen, wenn Ruhezeiten nicht eingehalten werden oder die Kleidung schmutzig ist. Ein Einzelfall, wie es aussieht. „Bei uns hat es das noch nicht gegeben“, heißt es bei der Wirtschaftskammer.

Zwei Euro für zehn Minuten Verspätung, ein Euro für falsch eingetragene Dienstzeiten und zwei Euro für „zu auffällige Unterwäsche“ (siehe Faksimile): Der „Krone“-Bericht über den Strafenkatalog in einem Kärntner Leitbetrieb sorgt für Aufregung. Die Meinungen über diese „erzieherische Maßnahme“ der Chefs gehen auseinander: Während die einen die Strafgelder befürworten, um für Ordnung zu sorgen, ist sie für andere einfach „lächerlich“.

Irritiert ist man auch in der Kärntner Wirtschaftskammer. „Bei uns wurde noch kein ähnlicher Fall gemeldet. Auch nicht beim Arbeitsrecht. Ein Ansatz wären vielleicht hygienetechnische Gründe oder korrektes Aussehen. Inwiefern das intelligent ist, will ich nicht sagen“, so Wolfgang Kuttnig, Geschäftsführer der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer.

Als kontraproduktiv sieht die Kammer die Restriktionen für das Personal nicht. Obwohl der Kärntner Tourismus und die Gastronomie mit einem akuten Personalmangel kämpfen: Im Sommer fehlen 1000 bis 1500 Köche und 500 bis 700 Kellner, wie es in einer Studie der Wirtschaftskammer heißt.

Thomas Leitner
Thomas Leitner
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