Friedliche Demo:

Protestmarsch gegen den Linzer Burschenbundball

Rund 500 Personen zogen am Samstagabend bei einem Protestmarsch friedlich durch die Linzer Innenstadt, um gegen den im Palais Kaufmännischer Verein abgehaltenen Burschenbundball zu demonstrieren. Organisiert wurde die Aktion vom Bündnis „Linz gegen Rechts“, dem 60 Organisationen angehören. 250 Polizisten standen im Einsatz.

Die Gegenveranstaltung zum Linzer Burschenbundball war zwar einigermaßen lautstark, verlief laut Polizei jedoch friedlich. Die Beamten mussten während des einstündigen Protestmarsches offenbar nicht einschreiten. „Eure Gesinnung ist ein Haufen Mist“ machte unter anderem ein Demonstrant auf einem Plakat seinem Unmut über die „rechtsextreme Großveranstaltung“ Luft. Am Kopf trug er einen Hundehaufen aus Plastik. Andere hielten Transparente mit der Aufschrift „Menschenrechte statt rechte Menschen“ in die Höhe.

Uni-Rektorat blieb Ball fern
Anders als bisher üblich blieb das Rektorat der Linzer Johannes Kepler Uni dem Burschenbundball heuer fern. Ein Inserat des Alumniklubs Kepler Society im Heft des Burschenbundballs war Anlass für den Rückzug. Dort wurde mit den Worten „...und bleiben wir doch treu“ um Mitglieder geworben. Die Zeile stammt aus einem deutschen Volks- und Studentenlied, das in der NS-Zeit „Treuelied“ der SS wurde.

Kritik an Landeshauptmann
Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) hatte hingegen seine Teilnahme zugesagt. „In einer Zeit, wo Oberösterreich österreichweiter Spitzenreiter bei rechtsextremen Straftaten ist, sollte er sich lieber auf andere Aufgaben konzentrieren!“, mahnte das Bündnis. Auch Rot und Grün im Land hatten Stelzers Zusage scharf kritisiert.

Jürgen Pachner
Jürgen Pachner

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