Dass der hohe Ausländeranteil sowohl in Schulen als auch Kindergärten Probleme mit sich bringt, liegt auf der Hand: Sprachliche Barrieren und kulturelle Eigenheiten sorgen immer wieder für Reibungspunkte.
"Es kostet dann viel Zeit und Nerven, einen ordentlichen Unterricht zu gestalten", erklärt eine Grazer Lehrerin der "Steirerkrone". "Manchmal prallen ja Welten aufeinander." In der Landeshauptstadt stehen bereits regelrechte "Ghetto-Schulen", in der Volksschule St. Andrä etwa sitzen 75 Prozent ausländische Kinder und 90 Prozent mit nicht-deutscher Sprache!
Kontinuierlicher Anstieg
Aber auch in der übrigen Steiermark ist die Entwicklung, die sich innerhalb der letzten 20 Jahre vollzogen hat, bemerkenswert: Laut aktuellem Bericht der steirischen Landesstatistik steigt der Ausländeranteil in allen Schultypen kontinuierlich an: beispielsweise in den Volksschulen von 0,8 Prozent (1989/1990) auf 8,4 Prozent (2007/08) oder in den Hauptschulen von 0,6 auf jetzt 7,6 Prozent.
"Das ist eine Verelffachung in Hauptschulen und eine Verdreizehnfachung im Bereich der Polytechnischen Lehrgänge", konstatiert das Rechen-Team um Statistik-Chef Martin Mayer.
Zuwächse auch in Unis und Horten
Ein ähnliches Bild bietet sich auch in den Kindergärten und Universitäten: 11,2 Prozent der in den Horten betreuten Kleinen haben keine österreichische Staatsbürgerschaft, 12,4 Prozent der Studenten kommen aus der Fremde. Angesichts jüngster Geburtenbilanzen gehen die Experten übrigens davon aus, dass sich dieser Trend in den nächsten Jahren noch verstärken wird.
von Gerald Schwaiger, "Steirerkrone"
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