25.01.2019 12:49 |

Ein „zeitloser Ansatz“

Queen ruft im Brexit-Streit zu mehr Respekt auf

Queen Elizabeth II. hat sich erstmals - zumindest indirekt - zum Thema Brexit geäußert. Normalerweise kommentiert das Staatsoberhaupt keine politischen Ereignisse. In ihrer Ansprache im Sandringham-Frauen-Institut rief die Queen am Freitag allerdings ausdrücklich dazu auf, unterschiedliche Standpunkte zu achten und einander zu respektieren.

Jede Generation stehe vor neuen Herausforderungen und Möglichkeiten, sagte sie britischen Medienberichten zufolge.

„Empfehle allen, zusammenzukommen und einander zu respektieren“
„Wenn wir in der heutigen Zeit nach neuen Antworten suchen, bevorzuge ich die bewährten Rezepte wie: gut übereinander sprechen, verschiedene Sichtweisen respektieren, zusammenkommen, um Gemeinsamkeiten zu erkunden, und niemals das große Bild aus den Augen verlieren.“ Diese Ansätze seien „zeitlos und ich empfehle sie allen“.

Das sei eine politische Botschaft, kommentierte am Freitag unter anderem der Sender BBC. Schon in ihrer Weihnachtsansprache hatte die Königin zu mehr Respekt trotz großer Differenzen aufgerufen. Auch das werteten Kommentatoren als Anspielung auf die Brexit-Streitereien.

Die Königin verbringt Weihnachten und mehrere Wochen danach auf ihrem Landsitz in Sandringham in der englischen Grafschaft Norfolk. Sie hat viele Ehrenämter und ist auch Präsidentin des Frauen-Instituts.

Ungeregelter Brexit befürchtet
Großbritannien will sich am 29. März von der Europäischen Union trennen. Doch das mit Brüssel ausgehandelte Abkommen wurde in der vergangenen Woche mit überwältigender Mehrheit vom Parlament abgelehnt. Nun will Premierministerin Theresa May über einen Plan B am kommenden Dienstag debattieren und abstimmen lassen.

Sollte sich das völlig zerstrittene Parlament nicht einigen, droht ein ungeregelter Brexit. In diesem Fall wird mit drastischen Folgen für die Wirtschaft und zahlreiche andere Lebensbereiche gerechnet.

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