Rechnungshof-Kritik

Fürstliche Gehälter im Rathaus

Die Zeiten, als im Beamtenstand noch Schmalhans sowohl Küchen- als auch Zahlmeister war, sind vorbei. Zumindest im Perchtoldsdorfer Gemeindedienst. Spitzenverdiener im Rathaus des Heurigenortes im Bezirk Mödling dürfen sich über Gehälter freuen, bei denen auch erfahrene Rechnungshof-Prüfer blass werden.

Es gilt als allgemein bekannt, dass Perchtoldsdorf ein teures Pflaster ist. Dass dies jedoch auch für Gehälter im Rathaus gilt, deckt erst jetzt der Rechnungshof auf. Die Prüfer haben die Gemeindeverwaltung des noblen Weinortes durchleuchtet. Und stießen bei der Entlohnung der Beamten auf bemerkenswerte Ausreißer. So wurden etwa 2016 drei Top-Posten mit 143 bis 170 Prozent des Bürgermeistergehalts - dieses lag laut Rechnungshof bei 85.125 € brutto im Jahr - entlohnt. Doch sind diese drei Bediensteten eigentlich immer noch arme Schlucker gegen den Spitzenverdiener in der Kollegenschaft: Dieser streifte nämlich das 2,6-Fache des Ortschefs ein - und verdiente damit nahezu so viel wie die Landeshauptfrau.

Auch bei den Urlaubsansprüchen vieler Gemeindemitarbeiter stießen die Prüfer auf „nicht zeitgemäße“ Privilegien: Als Geburtstagsgeschenk gab es einen halben, für Feiern anlässlich langjähriger Gewerkschaftszugehörigkeit sogar einen ganzen Tag frei.

Christoph Weisgram, Kronen Zeitung

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