08.01.2019 09:03 |

„Verirrte“ Koffer

Neuer Chip im Kampf gegen verschollenes Fluggepäck

Dem internationalen Flugverkehr steht offenbar eine kleine Revolution bevor! Weil sich auch im 21. Jahrhundert weltweit immer noch Millionen von Koffern und Reisetaschen „verirren“, will der Fluglinien-Verband künftig auf Funkfrequenz-Chips setzen. Damit wären die Gepäckstücke jederzeit zu orten.

Wenn von A nach B ein Gepäckstück verschwindet, dann ist das vor allem eines – sehr mühsam! Laut Statistik des internationalen Fluglinien-Verbandes IATA nehmen Jahr für Jahr mehr als 20 Millionen Gepäckstücke den falschen Kurs. Die meisten davon finden zwar über kurz oder lang wieder den Weg zurück zu ihren Besitzern, doch damit sind hohe Kosten und vor allem der Ärger der Kunden verbunden. Ein Funkfrequenz-Chip könnte hier Abhilfe schaffen: Ab 2020 sollen aufgegebene Koffer mit einem sogenannten RFID-Chip ausgestattet werden. Die Hightech-Geräte würden demnach in die bekannten Banderolen mit Strichcodes integriert werden.

Fluglinien könnten ihren Kunden sogar ermöglichen, den Standort ihres Gepäcks auf einer Smartphone-App nachzuverfolgen. Andrew Price, Chef der Gepäcksabteilung in der IATA, geht davon aus, dass „mit den Chips die Zahl von fehlgeleiteten Gepäckstücken um ein Viertel gesenkt werden könnte.“

Austrian Airlines geben sich vorerst abwartend
Dass damit Kosten für die Fluglinien anfallen, liegt auf der Hand. „Wir arbeiten laufend an der Optimierung der Kundenservices und operativen Prozesse im Unternehmen. Der Einsatz neuer Technologien spielt dabei eine wichtige Rolle“, heißt es vonseiten der Austrian Airlines. „Beim Gepäckservice kann der Einsatz von RFID-Chips aus unserer Sicht zwar unterstützen, er ist aber nicht die einzige mögliche Technologie auf diesem Gebiet.“

Oliver Papacek, Kronen Zeitung

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