04.01.2019 06:43 |

Nach Landung

Rover „Yutu-2“ erkundet „dunkle“ Seite des Mondes

Nach der alleresten Landung auf der Rückseite des Mondes in der Geschichte der Raumfahrt hat China auch das Roboterfahrzeug der Mission in Betrieb genommen. Der Rover „Yutu-2“ („Jadehase-2“) rollte am Donnerstagabend von der Landesonde „Chang‘e 4“ und berührte um 22.22 Uhr (Ortszeit) erstmals die Oberfläche des Erdtrabanten, wie die chinesische Weltraumbehörde CNSA auf ihrer Website mitteilte.

Auf einer zur Erde gesendeten Aufnahme ist das Fahrzeug mit ausgeklappten Sonnenpanelen zu sehen. Zuvor war „Yutu-2“ von einer Rampe gefahren und hinterließ mit seinen Rädern die ersten Spuren im lockeren Mondboden.

Erste Landung auf „dunkler“ Seite des Mondes
China hatte Stunden zuvor mit der Landung von „Chang‘e 4“ Raumfahrt-Geschichte geschrieben. Es war das erste Mal, dass eine Sonde auf der von der Erde abgewandten Seite des Mondes aufsetzte. Die unbemannte Sonde landete am Aitken-Krater nahe dem Südpol des Mondes. Im chinesischen Staatsfernsehen war von einer historischen Landung und einem großen technologischen Durchbruch die Rede.

Die erste sanfte Mondlandung gelang 1966 der sowjetischen Sonde „Luna 9“. Anno 1959 war „Luna 2“ auf dem Mond zerschellt. Zehn Jahre später betraten mit den US-Astronauten Neil Armstrong und Buzz Aldrin (Bild unten) erstmals Menschen den Erdtrabanten. Mit „Chang‘e 3“ hatte China erstmals 2013 eine Sonde auf der Vorderseite des Mondes gelandet.

Ehrgeiziges Raumfahrtprogramm
China plant noch heuer eine weitere unbemannte Landung, um Gesteinsproben zur Erde zurückzubringen. Bis 2030 soll erstmals ein Chinese einen Fuß auf den Erdtrabanten setzen. Die Mondmissionen sind nur ein Teil des ehrgeizigen Raumfahrtprogramms Chinas, das auch den Bau einer Raumstation im Jahr 2022 vorsieht.

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