Der Bauer wusste bereits seit 2007, dass seine Tiere mit dem übertragbaren Virus CAE infiziert waren. Er bekam auch eine schriftliche Aufforderung der Bezirkshauptmannschaft, seinen Ziegenbestand aus diesem Grunde umgehend "auszumerzen". Was ihn aber nicht weiter kümmerte.
Im Gegenteil: Er brachte seine Tiere im Sommer weiterhin auf die Alm und verkaufte eines davon sogar. Das brachte ihn wegen "Gefährdung des Tier- und Pflanzenbestandes" nun vor das Innsbrucker Gericht.
Eine Tatsache, die der gute Mann aus zwei Gründen überhaupt nicht begreifen konnte: Erstens, weil er, wie oben angeführt, der Meinung war, dass die Bauern doch tun könnten, was sie wollen. Und zweitens, weil "des ja alle anderen auch so g'macht habn", wie er auf Vorhalt des Richters unumwunden erklärte.
Da er unbescholten und letztlich auch geständig war, beließ es Richter Norbert Hofer bei einer bedingten Geldstrafe in Höhe von 750 Euro, die der Bauer auch auf der Stelle annahm: "I will eigentlich mit dem Gricht nix tuan habn."
Symbolbild
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