Serie reisst nicht ab

Angst vor Einbruch: “Fühlen uns im Haus nicht sicher!”

Kärnten
28.01.2010 18:06
Jeden Tag werden in Kärnten zehn Einbrüche verübt – eine Angst erregende Verbrechensserie, die nicht abreißen will! Am Mittwoch schlugen die Täter erneut zu: Binnen weniger Minuten räumten die Profieinbrecher in Spittal ein Einfamilienhaus leer. "Wir fühlen uns im eigenen Haus nicht mehr sicher", klagt Besitzer Klaus S.

Für Kriminalisten ist die Vorgangsweise der in Banden organisierten Einbrecher unfassbar. Nachdem die Täter das Einfamilienhaus im Osten Spittals beobachtet hatten, warteten sie noch ab, bis die Eigentümerin um 17 Uhr das Haus verließ. Dann ging alles blitzschnell.

"Sie haben den Bewegungsmelder von der Wand gerissen und sind  durch die aufgebrochene Eingangstüre ins Schlafzimmer gelangt", berichtet Eigentümer Klaus S.. Als er eine Stunde später von der Arbeit heimkam, fehlten Schmuck, Uhren und Bargeld. Der Wert: 10.000 Euro. 

Bereits vor zwei Jahren wurde der 42-Jährige Opfer eines Einbruchs. "Damals konnten wir zwei Rumänen verhaften und ihnen drei  Einbrüche nachweisen", berichtet ein Ermittler. Auch diesmal gelang es den Beamten, Fußspuren der Täter sicherzustellen – es ist aber davon auszugehen, dass sie sich bereits über die nahe gelegene Autobahn Richtung Osten abgesetzt haben. 

Auch Beamte sind schon verzweifelt
"Wir fühlen uns im eigenen Haus nicht mehr sicher", schildert der Unternehmer. Die immer dreisteren Tätergruppen bringen auch die Beamten an den Rand der Verzweiflung: "Wir fahren ständig Streifen – wie auch diesen Abend. Die Täter stört das nicht. Sie verstecken sich im Gebüsch oder schalten das Licht im Haus aus und warten, bis wir weg sind."

"Masterpläne" für Einbrüche vorbereitet
Die Ermittler kämpfen bei der Jagd auf Einbrecher aber noch mit weiteren großen Problemen: Oft werden lukrative "Zielobjekte" von Mittätern ausspioniert und in Karten eingezeichnet (siehe Infobox).  Sogar Anleitungen, welche Alarmsysteme vorhanden sind und wie diese umgangen werden können, sind Teil der Aufzeichnungen. Die Einbrecher folgen diesem Plan, schlagen punktgenau zu und tauchen binnen Minuten unter.

von Hannes Wallner und Thomas Leitner, "Kärntner Krone" 

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