"Widerstandsnester"

Bürgerlisten rittern um Stimmen bei Gemeinderatswahl

Niederösterreich
26.01.2010 17:33
Von Altlengbach über Mödling bis Waidhofen an der Thaya wollen Bürgerlisten bei der Gemeinderatswahl am 14. März groß abräumen. Die Strategen der Großparteien sind vorgewarnt: „Jede Stimme, die wir verlieren, tut weh.“ Als Gegentaktik setzt man bei VP sowie SP auf Hausbesuche und persönliche Gespräche.

Ein echtes „Widerstandsnest“ gegen die großen Parteien scheint die Region Wienerwald zu sein: In Mödling will die Liste „Wir“ rund um Eva Maier Mandate gewinnen, in der Hinterbrühl hofft Listen-Chef und Vizebürgermeister Michael Fichtinger auf Zugewinne. In Altlengbach tritt Erwin Gomsi, der sich stark für Lärmschutz entlang der Westautobahn eingesetzt hat, an. In Neulengbach Bürgergruppen-Kandidat Hubert Mühlbauer. Politbeobachter meinen: „In der Gegend um Wien gibt es nur wenige Gemeinden, in denen keine alternativen Listen antreten. Das scheint der Zeitgeist zu sein.“ Gegengleich waren sie: „Oft fehlt diesen Gruppen dann aber die Struktur im Hintergrund, die große Parteien haben.“

Bürgerlisten hoffen auch in allen anderen Regionen auf Stimmen: von Absdorf im Bezirk Tulln bis in Waidhofen an der Thaya, wo die Unabhängigen mehr wollen, als nur ihre zwei bisherigen Mandate zu verteidigen.

In Tulbing zieht es den Anwalt Rudolf Mayer in den politischen Ring. Das Ziel seiner Liste: „Die Mehrheit der VP brechen!“ Die Personen-Komitees sieht man in den Wahlkampfzentralen der Großparteien gelassen: „Wo unsere Mandatare aktiv zu den Leute gehen, brauchen wir uns keine Sorgen zu machen!“

von Lukas Lusetzky, Kronen Zeitung

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