Fr, 14. Dezember 2018

Keine Einigung bei KV

05.12.2018 21:59

Gewerkschaft plant Protest am 2. Einkaufssamstag

Bei den Verhandlungen um das Gehaltsplus für die Angestellten im Handel ist von Weihnachtsfrieden nichts zu spüren: Nach zehn Stunden Dialog konnten sich die Arbeitgeber und -nehmervertreter am Mittwoch nicht einigen. Am kommenden Einkaufssamstag will die Gewerkschaft nun Aktionen und betriebliche Aktivitäten setzen und könnte damit das Weihnachtsshopping am Wochenende behindern.

Auch in der vierten Verhandlungsrunde konnte man sich nicht einig werden: „Das Letztangebot der Arbeitgeber in der Höhe von 2,35 Prozent Gehaltssteigerung zeugt von einer Geringschätzung der Leistungen der Angestellten. In praktisch allen Branchen, die in den letzten Wochen KV-Abschlüsse erzielten, lagen diese über der Drei-Prozent-Marke“, erklärte die Verhandlerin der GPA-djp, Anita Palkovich.

Gewerkschaft: Vorschlag der Arbeitgeber „inakzeptabel“
„Es gibt keinen nachvollziehbaren Grund, warum ausgerechnet die Angestellten im Handel bei der heurigen Gehaltsrunde keinen angemessenen Anteil an der Wirtschaftsleistung der Branche bekommen sollen“, so Palkovich. Auch die Vorsitzende der GPA-djp, Barbara Teiber, bezeichnete das Angebot der Arbeitgeber als „inakzeptabel“. 
Wann sich Gewerkschaft und Arbeitgeber erneut treffen, steht noch nicht fest. Der Termin am Mittwoch war der letzte, der offiziell vereinbart wurde.

Wesentliche Annäherungen hat es in den vergangenen Gesprächsrunden bereits bei rahmenrechtlichen Themen gegeben. Zugeständnisse gab es etwa bei der Aufnahme von Altersteilzeitmodellen in den Kollektivvertrag, einer besseren Anrechnung von Karenzzeiten sowie der besseren Förderung von Aus- und Weiterbildung - etwa durch Bildungskarenz. Auch bei der Höhe der Lehrlingsentschädigungen sind die Arbeitgeber bereit, ordentlich etwas draufzupacken.

Forderung: Lehrlinge sollen mehr Entschädigung erhalten
Für Lehrlinge fordert die Gewerkschaft eine Entschädigung von mindestens 700 Euro brutto im ersten Lehrjahr, 900 Euro im zweiten, 1100 Euro im dritten und 1300 Euro im vierten Lehrjahr. Die Arbeitgeber bieten eine Erhöhung in zwei Schritten bis 2020: Ab Jänner 2019 sollen Lehrlinge im ersten Lehrjahr 650 Euro bekommen, 820 Euro im zweiten, 1000 Euro im dritten und 1150 Euro im vierten Lehrjahr. 2020 würden die Entgelte auf 700, 900, 1100 und 1300 Euro steigen.

Bei den Verhandlungen geht es um die Gehaltserhöhungen und rahmenrechtlichen Änderungen für mehr als 400.000 Angestellte und 15.000 Lehrlinge im Einzel-, Groß- und Kfz-Handel. Der Abschluss gilt ab Jänner 2019.

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