Waghalsige Rettung

52-Jähriger bricht am Neusiedler See auf Eisdecke ein

Niederösterreich
24.01.2010 11:03
Zu einem Bergeeinsatz am Neusiedler See ist am Samstag die Feuerwehr in Podersdorf (Burgenland) ausgerückt: Ein 52-jähriger Journalist aus Niederösterreich war auf Langlaufskiern auf der Eisfläche vom Südstrand kommend in Richtung Nordstrand unterwegs. Auf Höhe des Leuchtturmes brach der Mann nach Angaben der Sicherheitsdirektion Burgenland etwa 40 Meter vom Strand entfernt im drei bis vier Zentimeter dicken Eis ein.

Der 52-Jährige konnte sich nicht mehr aus eigener Kraft befreien. Sein 17-jähriger Sohn, der seinen Vater begleitet hatte, wollte im Bereich des Leuchtturmes an Land gehen, um Hilfe zu holen. Dabei brach er selbst unmittelbar vor dem Steg ein, konnte sich jedoch aus eigener Kraft aus dem Wasser retten.

Helfer bei Rettungsversuch eingebrochen
Personen, die den Zwischenfall beobachtet hatten, alarmierten die Einsatzkräfte. Einem Feuerwehrmann gelang es mit Hilfe einer Leiter, zu dem Verunglückten vorzudringen. Nachdem der Helfer selbst einmal eingebrochen war, schaffte er es unter schwierigsten Bedingungen, den 52-Jährigen aufs Eis zu ziehen.

Bei minus 5 Grad Celsius rund 15 Minuten im Wasser
Der stark unterkühlte Niederösterreicher und sein Sohn wurden in die Unfallambulanz Frauenkirchen gebracht. Der 52-Jährige, der sich bei Außentemperatur von etwa minus fünf Grad zehn bis 15 Minuten im Wasser befunden hatte, wurde anschließend mit dem Notarzthubschrauber in das Krankenhaus Eisenstadt geflogen. Sein Sohn konnte in häusliche Pflege entlassen werden. Der mutige Feuerwehrmann zog sich bei der Rettungsaktion Kratz- und Schnittwunden an den Händen und am rechten Ohr zu.

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