28.11.2018 14:36 |

Nach Warnstreik

Verhandlungen um Bahn-KV gehen am Samstag weiter

Nach dem Warnstreik vom Montag kehrt die für die Eisenbahner zuständige Gewerkschaft vida am Samstag an den Verhandlungstisch zurück. Man habe die Einladung der Arbeitgeberseite zu Kollektivvertragsverhandlungen angenommen, gab die Gewerkschaft am Mittwoch in einer Aussendung bekannt.

„Wir sind sehr froh, dass die Arbeitgeberseite diese Woche nicht ungenutzt verstreichen lässt und weiterverhandeln will. Ein Hinauszögern weiterer Gespräche hätte die Situation nicht verbessert“, erklärten vida-Chef Roman Hebenstreit und der Vorsitzende des vida-Fachbereichs Eisenbahn, Günter Blumthaler.

Bereits zehnte Runde im KV-Streit
Es ist die zehnte Verhandlungsrunde in dem KV-Streit. Die vida kritisierte „Störmanöver“ und „Fehlinformationen“ seitens der Unternehmen. „Wir werden daher bis zum Verhandlungstermin am Samstag die Beschäftigen der Eisenbahnunternehmen im Detail über unsere Forderungen informieren und den Fake News entgegentreten.“

Arbeitgeberseite kündigt neues Angebot an
Der Fachverband der Schienenbahnen in der Wirtschaftskammer kündigte indes an, der Gewerkschaft bis Donnerstag einen neuen Vorschlag zukommen zu lassen. „Wir werden unser Angebot adaptieren und der Gewerkschaft in Teilbereichen entgegenkommen. Das haben wir auch schon am Montag in den Verhandlungen versucht, sind aber vor dem Hintergrund des Streiks in den Gesprächen nicht mehr wirklich zum Sozialpartner durchgedrungen“, erklärte Arbeitgeber-Chefverhandler Thomas Scheiber.

Bahnverkehr am Montag lahmgelegt
Am Montag hatte die Gewerkschaft die rund 40.000 Eisenbahner zu einem zweistündigen Warnstreik aufgerufen. In der Folge stellten die ÖBB den gesamten Bahnverkehr ein, 670 Züge standen still, geschätzte 100.000 Fahrgäste waren von den Verzögerungen bis in die Abendstunden betroffen.

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