21.11.2018 06:57 |

Mädchen beraubt

„Drogen-Hilfssheriff“ selbst verurteilt

Unter jungen Unterländern, für die Marihuana & Co. keine Fremdworte sind, herrschen bisweilen harte Sitten. Am Landesgericht angeklagt war nun ein 20-Jähriger, der gegenüber weit jüngeren Opfern den „Drogen-Hilfssheriff“ spielte und ihnen Stoff abnahm. Dabei drohte er mit einem Messer - schwerer Raub!

Beim Tiefgaragenaufgang eines Einkaufszentrums kam es zum zufälligen Treffen des Angeklagten mit den Jugendlichen. Darunter zwei Mädchen, die erst 15 und 16 Jahre alt sind, aber schon 20 Euro Verkaufserlös für eine geringe Menge „Gras“ dabei hatten.

Klappmesser und Elektroschocker
Dies wusste der Einheimische mit Migrationshintergrund und bedrohte die Opfer zusammen mit einem Komplizen mit einem Klappmesser und einem Elektroschocker. Und zwar sinngemäß etwa mit diesen Worten. „Drogen sind nichts für euer Alter - und schon gar nichts für Mädchen.“ Neben dem Geld soll den Opfern auch eine geringe Menge Suchtmittel abgenommen worden sein. „Abziehen“ war nur eine ErziehungsmaßnahmeIn einschlägigen Kreisen nennt man so etwas „Abziehen“ - doch der Angeklagte wollte es eher als erzieherische Maßnahme darstellen. Dies gefiel dem Staatsanwalt gar nicht: „Ich möchte nicht in einer Gesellschaft leben, wo jeder durch die Straßen ziehen und sich in Selbstjustiz üben kann.“

Angeklagter will Leben in Griff bekommen
Der Verteidiger betonte den Unterschied zwischen einem Bankraub und dem angeklagten Vorfall: „Die Beute betrug ja nur 70 Euro und das Messer ist eher wie ein Schmuckstück.“ Der Schöffensenat entschied aber auf schweren Raub. Der Angeklagte, der nun eine Lehre macht und „lieber daheim ist als bei falschen Freunden “, kam mit 2,5 Jahren bedingter Haft und 1760 Euro Geldstrafe davon. Nicht rechtskräftig.

Andreas Moser
Andreas Moser
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