Breininger-Comeback

Ex-Bürgermeister sägt am Sessel von Badner Stadtchefin

Niederösterreich
19.01.2010 16:39
Lange habe er zusehen müssen, wie die Bevölkerung mit der politischen Führung "immer unzufriedener" wurde. Zur Gemeinderatswahl steigt August Breininger, 18 Jahre lang Bürgermeister von Baden, daher nun wieder in den Ring.

Er stellt der derzeitigen VP-Stadtchefin Erika Adensamer ein Ultimatum und will zurück an die Spitze. Die regierende Stadtchefin samt ihrer "abgehobenen und bürgerfernen Art" stehen im Zentrum der Kritik des Granden.

"Die Zeit der Parteisoldaten ist endgültig vorbei. Es braucht eine umfassende Erneuerung für Baden", so Breininger. Der 65-Jährige richtet nun ein Angebot an die städtische VP, die genau eine Woche Zeit zur Beantwortung hat. Kernpunkte: Breininger und Adensamer treten gemeinsam für die Volkspartei als Spitzenkandidaten beim Urnengang am 14. März an.

Unterstützer-Zahl wichtiger als Reihenplatz?
Bürgermeister wird aber derjenige, der die meisten Vorzugsstimmen erhält. Zudem gilt dieses Modell gleich für alle Kandidaten auf der Liste. "Entscheidend für den Einzug in den Gemeinderat ist ausschließlich die Anzahl der direkten Unterstützer, nicht der Reihungsplatz", sagt der erfahrene Politiker.

Bei einem "Nein" der VP wird Breininger wohl mit einer eigenen Liste antreten. "Ich kämpfe für das Wohl der Stadt." Indes lehnte VP-Vizebürgermeister Kurt Staska den Vorschlag in einer ersten Reaktion bereits ab: "Ein reines Scheinangebot."

von Gernot Buchegger, Kronen Zeitung

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