Trotz Minister-Nein:

FP beharrt auf der Pflicht zu Deutsch in der Pause

6300 Unterstützer hatte die Online-Petition der FPÖ-Oberösterreich zum Thema „Deutsch am Pausenhof“ am Donnerstag schon. Doch dieser Andrang und auch ein „flammender“ Appell von FPÖ-Klubchef Herwig Mahr ändern nichts am (nicht nur) grundrechtsbedingten Nein von ÖVP-Minister Heinz Faßmann.

„Oberösterreich steht vorbehaltlos zur ,Schulsprache Deutsch‘. Ich bestehe auf einer ernsthaften und gründlichen Auseinandersetzung mit dem von mir vorgelegten Rechtsgutachten“, fordert Mahr vom Minister. Wobei das „vorbehaltlose Dahinterstehen“ nur für ÖVP und FPÖ, nicht aber für ganz Oberösterreich gilt. SPÖ und Grüne sind gegen eine Deutschpflicht in den Pausen; es sind auch kaum Schulordnungen bekannt, wo das freiwillig aufgenommen wurde.

Sprachenvielfalt ist auch Bildungsanliegen
Während  FPÖ-Politiker Mahr auf ein Gutachten pocht, wonach die Deutschpflicht nicht menschenrechtswidrig sei, verwies  Faßmann schon bisher auf ein genau gegenteiliges Gutachten des  Verfassungsdienstes.  Der Minister betonte weiters, dass nicht nur der Erwerb der deutschen Sprache natürlich wichtig sei, sondern auch gelte: „Die aktive Förderung von Mehrsprachigkeit und Sprachenvielfalt stellt ein Bildungsanliegen der österreichischen Schule dar.“ Zur Behebung mangelnder Deutschkenntnisse gebe es Deutschförderklassen und -kurse, die vor neuen rechtlichen Schritten evaluiert werden sollen.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

 krone.at
krone.at
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Newsletter