Bernd W. (40) war Kraftfahrer aus Leidenschaft. Nur alle sechs Wochen kehrte er für wenige Tage in seine Heimat Mecklenburg-Vorpommern zurück. Dann „wohnte“ er bei einem befreundeten Paar auf dem Wohnzimmer-Sofa.
Mit seiner Familie hatte Bernd seit Jahren kaum noch Kontakt. Mit dem Vater war er zerstritten, der Bruder ist krank. Anfang Dezember war Bernd auf der Durchreise durch Kärnten, schlief auf der „Südrast“ in Techelsberg in seinem Lastwagen. Und erlitt nachts einen tödlichen Herzinfarkt.
Leiche einen Monat lang im LKH
Dann lag die Leiche einen Monat lang im LKH Klagenfurt, niemand wollte scheinbar für den Toten aufkommen. Die Gemeinde Techelsberg veranlasste schließlich die Einäscherung, die am Freitag durchgeführt wurde. Bernd W. sollte in Kärnten seine letzte Ruhestätte finden.
Im letzten Moment aber meldeten sich nach Medienberichten in Deutschland Freunde des Mannes. Und sie begannen für Bernd zu sammeln. Es geht um die Einäscherung im Wert von 2.350 Euro und die Überführung der Urne in die Heimat. Das soll nun gelingen; Bernd W. darf also doch noch einmal heimkehren.
Kronen Zeitung
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