Schwer angeschlagen

Miller & Co.: Für Bennis Rivalen liegt Kugel “in Scherben”

Tirol
13.01.2010 09:10
"Ich hab das schon oft genug angeprangert – es ist alles zu viel!" Benni Raich hat nach dem ersten Training in Wengen abermals die Hetzjagd im Skizirkus mit all ihren Strapazen kritisiert. Auch seine ewigen Weltcup-Rivalen Aksel Lund Svindal und Bode Miller bekommen die enormen Belastungen unliebsam zu spüren...

Seit der Saison 2004/2005 kämpfte Raich immer gegen die beiden um den Gesamtweltcup. Er gewann ihn einmal, Svindal und Miller je zweimal. Aber derzeit liegt für sie die große Kugel "in Scherben". Während der Österreicher seine Rückenprobleme zumindest derzeit wieder im Griff hat, sind seine Gegner aus Norwegen und Amerika körperlich schwer angeschlagen.

Aksel Lund Svindal fuhr das Training am Dienstag mit dickem Schal. Nach der Zwangspause in Zagreb und Adelboden kehrte der Weltcup-Titelverteidiger so zwar auf die Piste zurück, fit ist er aber bei Weitem nicht. Eine verschleppte Grippe macht Svindal schon seit drei Wochen zu schaffen. "Ich will versuchen, hier die Rennen zu fahren – aber es wird schon alleine wegen der Streckenlänge nicht leicht." Benni: "Es sind ständig Rennen, als Allrounder will man möglichst alles fahren und gibt deshalb dem Körper keine Zeit zum Auskurieren."

Bode Miller kehrte in Gröden nach seiner beim Volleyball erlittenen Knöchelverletzung in den Weltcup zurück. Wohl auch zu früh. Er hat noch immer Schmerzen, muss täglich zur Therapie. Doug Haney vom US-Team: "Bode ist derzeit alles andere als fit." Als derzeit 18. der Gesamtwertung musste Miller die Hoffnung auf seine dritte große Kugel längst begraben. Und für Svindal gilt genau das Gleiche, wenn er nicht möglichst rasch wirklich gesund wird...

von Peter Frauneder aus Wengen

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