Mit 1. Jänner 2019 tritt für niedergelassene Ärzte mit Kassenvertrag ein Alterslimit von 70 Jahren in Kraft - wir haben bundesweit berichtet. Auch in Oberösterreich verschärft das den Ärztemangel, bestätigt die Ärztekammer der „OÖ-Krone“: Bei fünf Ärzten endet mit Jahresende altersbedingt das Vertragsverhältnis.
Acht Ärzte erreichen in Oberösterreich mit 31. Dezember 2018 die nach einer zehnjährigen Übergangsfrist ab Jahresbeginn 2019 geltende Altersgrenze 70. Nicht alle müssen aufhören, denn die Ärztekammer hilft denen, die noch länger arbeiten wollen, weil es in der zunehmenden Mangelsituation eigentlich schon auf jeden Mediziner ankommt, wie auch Dr. Thomas Fiedler, Standesvertreter der niedergelassenen Ärzte in Oberösterreich, meint. So endet das Vertragsverhältnis „nur“ bei 5 der 8 Ärzte, für drei gibt es Sonderlösungen, die der Gesamtvertrag mit dem Hauptverband der Sozialversicherungen noch ermöglicht. Ende 2019 wird es dann nur einen weiteren Fall geben und 2020 wieder mehrere.
Aktuell 21 Kassenstellen für Hausärzte unbesetzt
Die aktuelle Gesamtsituation in Oberösterreich: Derzeit sind im Bereich Allgemeinmedizin 21 von 667,3 Kassenstellen (die auf 730 Ärzte insgesamt entfallen) unbesetzt. Fünf dieser Stellen sind schon für andere Versorgungsformen (etwa Primärversorgungszentren) reserviert. Jeweils eine Stelle ist unbesetzt im Bezirk Braunau, Eferding, Grieskirchen und Schärding. In Linz sind es 3 Stellen, in Linz-Land 4, in Vöcklabruck 3 und in Wels 2.
Auch Fachärzte fehlen
Bei den Fachärzten sind 6 Stellen unbesetzt, und zwar jeweils eine Stelle im Bezirk Freistadt und Steyr, 2 Stellen in Linz und 2 Stellen in Linz-Land.
Werner Pöchinger, Kronen Zeitung
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