Di, 13. November 2018

Welser Wirt ist sauer:

24.10.2018 07:30

„Disco in der Nachbarschaft macht mich fertig“

Seit 60 Jahren gibt es das Gasthaus Huber in Wels. Doch die Nachbarschaft, sprich die Skandal-Disco „Feeling“, macht Gastwirt Georg Geßl das Leben schwer: „Es gibt ständig Autorennen, Raufereien und Vandalenakte. Wir sind ein Beherbergungsbetrieb, meine Gäste beklagen sich, weil ihre Nachtruhe gestört wird.“

„Ich hab’ das Gasthaus gegenüber der Disco. Seit 60 Jahren ist das unser Standort. Für mich ist diese Nachbarschaft eine Katastrophe. Ich hab’ deswegen schon einen offenen Brief an den Magistrat geschrieben, aber keine Antwort erhalten“, ärgert sich Gastwirt Georg Geßl: „Jeden Freitag und Samstag gibt es vor der Disco illegale Autorennen. Vor vierzehn Tagen gab es deswegen zwei Unfälle. Ein Auto ist mit einem Lkw zusammengestoßen, ein anderer Wagen ist gegen einen Fahrbahnteiler aus Beton geprallt. Es war jedes Mal ein BMW“, sagt Geßl.

Damit nicht genug:
Die illegalen „Rennfahrer“ demolierten bei ihren Duellen bisher drei Straßenlaternen, und betrunkene Lokalgäste verübten etliche Vandalenakte beim Gasthaus.

Gäste können nicht schlafen
„Ich hab’ einen Beherbergungsbetrieb. Die Gäste fragen natürlich beim Frühstück, was um 2 Uhr früh los war, wenn es wieder einen Polizeieinsatz gegeben hat, wie zuletzt nach der Schießerei vor der Disco. Da muss ich ja froh sein, wenn überhaupt noch jemand bei uns schlafen will“, fordert Geßl ein Machtwort der Politik.

Gesetz bietet wenig Möglichkeiten
Das aber ist schwierig, weil - wie berichtet - der gesetzliche Handlungsrahmen relativ klein ist. Der Welser Bürgermeister Andreas Rabl fordert deshalb mehr Macht für die Gemeinden, um Problembetriebe wie die Disco zusperren zu können.

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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