"Die Zeiten von 4-Zimmer-Wohnungen mit 120 Quadratmetern sind vorbei", bringt es Markus Lechleitner, stellvertretender Landesobmann der Gemeinnützigen Bauträger, auf den Punkt. Kleinere Familien, Angst vor explodierenden Energiekosten, viele Scheidungen, Kostendruck - das sind Gründe für die neue Bescheidenheit in Sachen Wohnraum.
Die Gemeinnützigen haben darauf reagiert. "Im dritten O-Dorf in Innsbruck werden 50 Prozent der Wohnungen Zwei-Zimmer-Einheiten sein. So einen hohen Anteil hatten wir noch nie", unterstreicht der Landesobmann und Neue-Heimat-Chef Klaus Lugger die Aussage seines Stellvertreters
"Mieten bleiben stabil"
Die Gemeinnützigen bauen vor allem Mietwohnungen. Heuer steht es 1.023 Miet- zu 134 Eigentumswohnungen. Die Mieten, so Lugger, werden stabil bleiben. Empfindliche Erhöhungen seien wegen der niedrigen Bankzinsen und der gedämpften Energie- und Baukosten nicht zu erwarten. "Bei einer 70-Quadratmeter-Wohnung alles inklusive ist mit durchschnittlich 490 Euro zu rechnen. Wir liegen 30 Prozent unter dem freien Markt", betont Lugger.
Zurück ins Dorfzentrum
Zwar bauen die Gemeinnützigen vor allem in der Inntalfurche und in größeren Orten, aber auch immer mehr kleine Landgemeinden gehören zu den Kunden. Für die gilt es, vor allem Projekte zur Wiederbelebung der Ortskerne zu entwickeln. "Weg von der grünen Wiese, hinein ins Dorfzentrum", bringt es Luggers zweiter Stellvertreter, Peter Hanser, auf eine einfache Formel.
Energie sparen ist eine weitere Herausforderung. Immer mehr Passivhaus-Wohnblocks entstehen. Die Gemeinnützigen präsentierten ihre Bauprojekte für 2010.
von Claudia Thurner, Tiroler Krone
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