Fast täglich müssen Pendler im Süden der Stadt für ein Versäumnis von vor 20 Jahren bitter büßen. Um 100 Millionen € wurde der Mona-Lisa-Tunnel nur einröhrig gebaut. Nun ist er einer der Stau-Hotspots der Stadt. Der Bau einer zweiten Röhre würde den Kostenrahmen sprengen, weshalb nach Alternativen gesucht wird.
„Dass der Mona-Lisa-Tunnel nicht ausreichend dimensioniert wurde, rächt sich heute leider bitter und sollte uns eine Warnung sein, Schmalspurprojekte nur im Sinne der Sparsamkeit umzusetzen!“ Verkehrsstadtrat Markus Hein (FP) ärgert sich schon seit langem über ein Erbe, dass ihm viel Kopfzerbrechen bereitet. Der zweiröhrige Ausbau des Tunnels ist technisch sehr aufwändig, finanziell aber überhaupt nicht zu stemmen.
Kosten und Trasse werden erörtert
Deshalb hat die Stadtregierung nun die Durchführung einer Machbarkeitsstudie für eine Straße über den Tunnel (Bypass) beschlossen. Beauftragt wird jene Firma, die schon die Umfahrung Ebelsberg geplant hat. Nach der Prüfung, für die rund 14.000 € zu berappen sind, soll eine Grobkostenschätzung für das komplexe Vorhaben auf dem Tisch liegen. Die Experten müssen dabei den Trassenverlauf erörtern. Zu berücksichtigen sind die Anbindungen sowie die Brücken über die Westbahn und die Traun.
Weitere Pläne für Linzer Süden
Weil für eine Entspannung der Lage der Ausbau des Mona-Lisa-Tunnels nicht reicht, gibt es für den Linzer Süden mehr Pläne. Im Raum steht eine neue Traunbrücke, die Stadtseilbahn oder ein neues Buskonzept. Hein: „Wenn alle Prüfungsergebnisse vorliegen, werden diejenigen Projekte ausgewählt und aufeinander abgestimmt, die in Summe die beste Verkehrswirkung erzielen.“ Mario Zeko
Mario Zeko, Kronen Zeitung
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