Pflegerin verurteilt

Heimbewohner (69) starb nach zu heißem Bad

Oberösterreich
19.10.2018 12:25
Porträt von krone.at
Von krone.at

Tödliche Verbrühungen erlitt ein Bewohner des Pflegeheimes Hartheim, weil eine Pflegerin sein Badewasser viel zu heiß eingelassen hatte. Nun wurde die 53-Jährige vom Bezirksgericht Eferding zu 1400 Euro teilbedingter Geldstrafe verurteilt.

Maxi, so der Kosename des mehrfach beeinträchtigten Pflegeheim-Bewohners, muss Höllenqualen gelitten haben, als er alleine in der Badewanne saß. Das Wasser-Thermostat zeigte auf 58 Grad statt auf 38 Grad. Ein Fehler den die Pflegerin, die Maximilian P. seit 20 Jahren mitbetreut hatte, nicht bemerkt hatte. Sie verließ den Raum um andere Klienten zu versorgen. Erst durch Hilferufe des 69-Jährigen wurde sie auf den Unfall aufmerksam. Der Verletzte starb nach zwei Tagen im Krankenhaus.

Strafe erhöht
 Mit einer ersten Strafverfügung war die Frau wegen fahrlässiger Tötung zu 1200 Euro teilbedingter Geldstrafe verurteil worden. Doch der Staatsanwaltschaft Wels war das zu wenig. Die Strafe wurde auf 1400 Euro, die Hälfte davon unbedingt, erhöht und ist bereits rechtskräftig.

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