Di, 13. November 2018

Brisante Vermutung

19.10.2018 09:56

Juwelier-Coup: „Wir wurden 6 Wochen ausspioniert!“

„Da waren echte Profis am Werk!“ - nach dem spektakulären Einbruch in ein Tiroler Juweliergeschäft blieb Besitzer Heinrich Hüttner nur wenig Zeit, um den Schock zu verdauen. Die Schadenserhebung ist mittlerweile voll angelaufen. Zudem ist sich der Unterländer sicher: „Wir wurden sechs Wochen lang ausspioniert!“

In echter Rififi-Manier plünderten Unbekannte in der Nacht auf Mittwoch die Filiale des Stadtjuweliers Hüttner im Wörgler „City Center“. Wie berichtet, brachen die Ganoven von einem leer stehenden Geschäft aus die Trennwand zum Juwelier durch und rafften daraufhin Uhren und Schmuck im Wert von mehr als 100.000 Euro zusammen. Die Täter konnten flüchten. Wohl auch, weil es im hausinternen Sicherheitssystem ein Problem gegeben haben soll. „Die Alarmanlage im Geschäft hat ausgelöst. Dieser Alarm wurde aber nicht an die Hausanlage weitergeleitet. Irgendetwas hat da nicht gepasst“, sagte Besitzer Heinrich Hüttner. Die Polizei nahm auch diesbezüglich Ermittlungen auf.

Schadenserhebung
An eine Geschäftsöffnung ist wohl vorerst noch nicht zu denken. Vielmehr steht nun die Schadenserhebung an. „Wir haben 31.000 Artikel im Geschäft. Wir sind dabei, eine Inventur zu machen. Erst dann können wir den Schaden genau beziffern“, schilderte Hüttner.

Der Juwelier außerte zudem eine brisanten Vermutung: „Wir wurden augenscheinlich im August und September ganze sechs Wochen lang ausspioniert. Diesen Eindruck hatte nicht nur ich, sondern auch meine Mitarbeiter. Fast jeden Tag trieben sich im und vor meinem Geschäft zwei Männer und eine Frau herum. Die haben sicher gezielt nach Schwachstellen gesucht.“ Die Polizei sei jedenfalls darüber informiert gewesen.

Täter über Inn geflüchtet
Bereits im Sommer 2016 wurde Heinrich Hüttner Opfer von Einbrechern. Damals betraf es seine Filiale im Einkaufszentrum „Kiss“ in Kufstein. Die drei Ganoven brachen zunächst die Schiebetür des Centers auf und schnitten dann beim Geschäft ein Loch in den heruntergelassenen Rollbalken. Der Schaden damals: mehr als 200.000 Euro. Zwei Täter hatten mit einem Audi die Flucht ergriffen. Der dritte im Bunde sprang in den Inn und entkam ebenfalls.

Hubert Rauth
Hubert Rauth

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