Die Pflegefachassistenten sollen eine Antwort auf den immer drängenderen Personalmangel sein - vor allem, weil damit auch Interessierten, die keine Matura haben, höher qualifizierte Jobs im Gesundheitswesen winken. Nun präsentieren die Linzer Diakonissen und das Welser Klinikum ihre ersten insgesamt 28 Absolventen.
infach ist anders: Statt zwei Berufsbildern gibt es im Pflegebereich in Zukunft drei, also diplomierte Gesundheits- und Krankenpflege, Pflegeassistenz und nun, neu, die Pflegefachassistenz (kurz PFA). Die Linzer Diakonissen haben auf eigene Kosten um 200.000 Euro erstmals einen Lehrgang auf die Beine gestellt und innerhalb eines Jahres 15 Pflegefachassistenten ausgebildet.
50er während Ausbildung
Eine davon, und zwar die Älteste, ist Marianne Braunschmid aus Vorderweißenbach, die beim Kurs ihren 50er gefeiert hat und als gelernte Stationsgehilfin einen Schritt nach vorne machen wollte. Sie hat die Bildungskarenz für die Weiterbildung genutzt: „Es war wirklich total interessant, aber man hat viel Ausdauer gebraucht. Zum Glück haben wir es alle gemeistert. Ich hab’ die Ausbildung mit einer Kollegin gemacht, wir haben es mit Auszeichnung geschafft.“
Gehalt - Fragezeichen
Wie die Pflegefachassistenz honoriert wird, ist noch unklar, am Gehaltsschema wird erst gebastelt, sagt Diakonissen-Geschäftsführer Robert Schütz. Die evangelischen Diakonissen hoffen, dass das Land ihr Bildungszentrum so fördert, wie es bei allen anderen Ausbildungsträgern üblich ist, nämlich kostendeckend.
Christoph Gantner/Kronen Zeitung
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