"Homo-Ehe"

Nachfrage gering, aber da: Elf Anträge bereits eingelangt

Tirol
06.01.2010 14:48
Die Nachfrage nach der "eingetragenen gleichgeschlechtlichen Partnerschaft" hält sich in Tirol noch in Grenzen. Aber elf Anfragen wurden in den Bezirkshauptmannschaften schon registriert. Zwei Paare nannten auch schon Wunschtermine. Für den Rahmen der Zeremonie gibt es noch keine einheitliche Regelung.

Die "Eingetragene gleichgeschlechtliche Partnerschaft", verkürzt auch "Homo-Ehe" genannt, ist seit 1. Jänner 2010 möglich. In Tirol halten sich die Anfragen an die zuständigen Bezirkshauptmannschaften zwar in Grenzen, doch elf Paare wollten Informationen, darunter sind zwei, die schon bald ihre Beziehung eintragen lassen wollen.

Ein männliches Paar aus dem Bezirk Kufstein will das schon möglichst bald machen, ein weibliches aus dem Bezirk Kitzbühel möchte im Mai oder spätestens im Juni "heiraten". Die meisten Anfragen gab es in Innsbruck (4), dann folgen Innsbruck-Land und Kufstein (je 3) sowie Kitzbühel (1). In allen anderen Bezirken blieben Anfragen bisher noch aus.

Für den Ablauf der Zeremonie gibt es keine einheitlichen Regelungen - etwa ob die Eintragung auch an einem Samstag stattfinden kann. Imsts Bezirkshauptmann Raimund Waldner hätte da prinzipiell nichts dagegen: "Sollte der Wunsch da sein, werden wir sicher eine Lösung finden. Hochzeiten finden ja auch häufig an Samstagen statt."

Waldner will in "seiner" BH auf jeden Fall auch für einen würdigen und feierlichen Rahmen sorgen. "Für die Paare ist das natürlich auch der schönste Tag im Leben, wir werden ihnen auf jeden Fall die entsprechende Aufmerksamkeit widmen."

von Stefan Ruef, Tiroler Krone

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