17.10.2018 05:00 |

Projekt in Zell am See

Neues Wohnen wie in der Großstadt

Mitten im Pinzgau entsteht ein urbanes Wohn-Projekt: Noch wird in Zell am See beim Sonnengarten Limberg mit 180 Wohnungen fleißig gebaut. Die neue Unterführung an der B168 ist fertig und wird Freitag eröffnet. Die Ideen sind vorausschauend: Es gibt Car-Sharing, Gemeinschaftsräume, sogar ein Radio-Projekt.

„Wir haben viele neue Ideen eingebaut“, sagt Bürgermeister Peter Padourek über die Rolle der Stadtgemeinde, die beim Sonnengarten Limberg im Ortsteil Bruckberg erstmals als Bauträger auftritt.

Leistbare Preise, weniger Autos, mehr Fahrrad: Auf diesen Grundsäulen steht das Wohnprojekt. Damit das umsetzbar wird, war auch eine sichere Anbindung für Fußgänger und Radfahrer nötig. „Die Unterführung ist bereits fertig“, informiert Bürgermeister Peter Padourek über die Eröffnung am Freitag. Hell, freundlich, nicht düster und verwinkelt war hier die Voraussetzung.

Fahrrad-Fahren soll möglichst attraktiv sein

Für die Bewohner von Limberg (85 geförderte Mietwohnungen und  knapp 100 Eigentums-Einheiten) wurde an vieles gedacht: „Es gibt attraktive Abstellflächen für die Räder.“ Zudem Platz für eine Rad-Werkstatt, auch E-Bike-Sharing und Lastenräder sollen angeboten werden.

Ob Zell am See reif ist für ein so urbanes Projekt? Padourek: „Wir standen vor der Wahl: Bei einem großen Projekt reicht es nicht mehr, nur Wohnungen anzubieten. Man braucht das Angebot rundherum.“ Quartiere können nicht mehr ohne Mobilitätskonzept entstehen, da seien sicher in der Vergangenheit auch Fehler passiert, so der Stadtchef über den zunehmenden Verkehr.

Geschäft, Kindergarten und sogar eigenes Radio

Die Infrastruktur soll im Sonnengarten möglichst nah an die Bewohner rücken: Ein Nahversorger zieht ein. Padourek: „Wir sind gerade in Verhandlungen mit M-Preis.“ Auch ein Kindergarten mit vier Gruppen ist Fixpunkt (Probebetrieb ab Juli 2019).  Insgesamt betreibt die Stadt dann sechs Kindergärten. Weiters ist ein Arzt geplant. Ein Gemeinschaftsraum kann gemietet werden. Padourek: „Wir überlegen, was man alles im Alltag braucht.“

Sogar Radio-Macher werden hier zu Hause sein: Die Stadt will mit Jugendlichen „Radio Pinzgau“ senden.

Das Projekt, das die Baufirma Hillebrand aus Wals realisiert, ist gut im Zeitplan: Noch im Dezember werden die ersten Eigentumswohnungen (drei Blocks insgesamt) übergeben. Der Miet-Bereich kommt erst im nächsten Jahr an die Reihe.

Großer Baustellentag am Freitag (14 bis 17 Uhr): Mit Eröffnung der Unterführung, Musterwohnung, E-Mobilität und vielem mehr. Auch Slackline-Weltmeister Michael Kemeter wird vor Ort sein.

Sabine Salzmann
Sabine Salzmann
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