Knapp 400 Einsätze

Rettung war in der Silvesternacht im Dauereinsatz

Niederösterreich
01.01.2010 12:56
Ausgelassene Feiern, Böller und Feuerwerke: Die niederösterreichischen Rettungsorganisationen hatten zum Jahreswechsel alle Hände voll zu tun. Knapp 400 Einsätze und Krankentransporte wurden in der Silvesternacht im Bundesland verzeichnet. Auffallend war ein Rückgang der Verletzungen durch Böller, Raketen und Kracher, während die Gesamtzahl der Einsätze im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent höher war, bilanzierte "144 - Notruf Niederösterreich".

Von Donnerstag 19 Uhr bis Freitag 5 Uhr wurden 245 Notfallrettungseinsätze, 73 Krankentransporte und 68 Ärztenotdienstvermittlungen durch die Mitarbeiter der Rettungsleitstelle disponiert. Rund ein Viertel der Notfälle passieren "naturgemäß" kurz nach Mitternacht - in der ersten Stunde des neuen Jahres wurde 50 Mal ein Rettungs- oder Notarztfahrzeug alarmiert. 14 Mal lautete der Einsatzgrund "Verletzung durch Böller oder Feuerwerk" - um zwei weniger als zu Silvester davor. In zwei Fällen waren die Verletzungen so schwerwiegend, dass sogar ein Notarztteam entsandt wurde.

Infobox: Drei Burschen durch Feuerwerkskörper schwer verletzt

Die häufigsten der 46 Notarzteinsätze im "jungen" neuen Jahr mussten wegen bewusstloser Patienten nach übermäßigem Alkoholgenuss sowie Stürzen mit Kopfverletzungen ausgelöst werden. Daneben gab es akute Erkrankungen, wie sie jede Nacht auftreten können.

Drei Menschen in Fahrzeug eingeklemmt
Zum Jahreswechsel kam es auch zu neun Verkehrsunfällen. Einer davon ereignete auf der B1 bei Blindenmarkt (Bezirk Amstetten). Ein 22-jährigen Raser ließ sich trotz widriger Sicht- und Witterungsverhältnisse nicht davon abhalten, nach einer Silvesterparty entschlossen das Gaspedal durchzutreten. "Der ist mit einem Höllentempo an mir vorbeigeschossen", schildert eine Augenzeugin.

Sekunden später passierte das, was der Mann aus dem Bezirk Scheibbs herausgefordert hatte: Bei einer neu errichteten Baustellenausweiche fuhr der Niederösterreicher gerade aus und prallte ungebremst gegen eine mit einer Lichtanlage abgesicherte Betonleitwand. Alle drei Insassen, unter ihnen die 19-jährige Beifahrerin, wurden im Pkw eingeklemmt. Sie mussten aus dem Wagen gerettet und von Notarztteams versorgt werden.

von wien.krone.at und Mark Perry, Kronen Zeitung

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