Bomben im Irak

Zahlreiche Tote bei Doppelanschlag auf Gouverneur

Ausland
30.12.2009 09:19
Bei einem Doppelanschlag auf den Gouverneur der Provinz Anbar sind am Mittwoch in der westirakischen Stadt Ramadi mindestens 30 Menschen getötet und 50 weitere verletzt worden. Der Gouverneur Kassem Mohammed al-Fahdawi wurde verletzt, als ein Attentäter in seiner Nähe im Regierungsgebäude einen Sprengstoffgürtel zündete. Nahezu zeitgleich explodierte vor dem Regierungsgebäude eine Autobombe.

Bei dem Selbstmordattentäter im Regierungsgebäude in der Provinzhauptstadt 110 Kilometer westlich von Bagdad handelte es sich nach den Medienberichten um einen Leibwächter des Gouverneurs. Bei dieser Explosion wurden auch zwei Provinzabgeordnete verletzt. Das Satellitenfernsehen der Provinz Anbar dementierte erste Meldungen, denen zufolge der Gouverneur bei dem Anschlag getötet worden sei.

Die Provinz Anbar galt bis vor eineinhalb Jahren als Hochburg sunnitischer Extremisten. Durch die vom US-Militär orchestrierte Einbindung sunnitischer Milizen in die Sicherheitskräfte der Provinz konnte eine weitgehende Befriedung bewirkt werden. Sunnitische Extremisten und Kommandos der Al Kaida im Irak greifen aber immer wieder Posten und Streifen der pro-amerikanischen Milizen an.

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