Neue Grippe
Deutschland will Impfstoff wieder abbestellen
Laut Schubert hätten die Länder dem Hersteller Glaxo-Smith-Kline ihr Vorhaben bereits mitgeteilt, schreibt die Zeitung. Sie werden demnach am 7. Jänner mit dem Unternehmen über die Reduzierung der Liefermengen verhandeln. Bei der Bestellung von 50 Millionen Impfdosen sei man noch von einer Zweifach-Impfung ausgegangen, somit habe sich die Vertragsgrundlage geändert, zitiert die Zeitung Schubert.
Nach Informationen der "Bild"-Zeitung droht etwa der Stadt Hamburg wegen der großen Menge ungenutzten Impfstoffs ein Verlust von mehreren Millionen Euro. Die Krankenkassen zahlen nur den Impfstoff, der tatsächlich verwendet wurde. In Hamburg ließen sich bisher nur knapp 100.000 Bürger, etwa sechs Prozent der Einwohner, gegen die Neue Grippe impfen, wie die Zeitung unter Berufung auf den Sprecher der Gesundheitsbehörde, Rico Schmidt, berichtet. In der Behörde lagern demnach noch rund 200.000 Impfdosen, insgesamt seien mehr als eine Million Dosen bestellt worden.
Laut "Westfalen-Blatt" ist es bisher noch nicht gelungen, nicht benötigten Impfstoff an bedürftige Staaten weiterzuverkaufen. Nach Angaben des deutschen Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hätten Moldawien, Mazedonien, der Kosovo, Albanien, die Mongolei und die Ukraine im Rahmen von Entwicklungshilfe Impfstoff angefragt. Die Staaten hielten aber den von den Ländern geforderten Preis von sieben Euro pro Impfdosis für nicht marktgerecht.
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