28.09.2018 08:14 |

In Leogang:

Perfektes Gewächshaus in Form einer Kuppel

Der Prototyp eines nahezu perfekten Gewächshauses wurde in Leogang aufgestellt: der „Smart BioGeoDome“. Die runde Form soll optimalen Lichteinfall bieten, Wind und Wetter trotzen und für ideale Temperatur im Inneren sorgen. Von Kindern (!) wurde dieser am Donnerstag am Vogelsanghof von Petra Buhl errichtet.

„Die Idee kam von Petra Buhl. Sie benötigte ein robustes und effektives Gewächshaus auf ihrem Hof“, sagt Designerin Sophie Birkmayer. Das Problem des Vogelsanghofs in Leogang ist seine exponierte Lage auf der Nordseite. Bei Stürmen ziehen starke Windböen durch das Tal, im Winter setzen Schneeverwehungen den Gewächshäusern zu und nicht zuletzt die geringe Sonneneinstrahlung machen den Anbau schwierig. Die beiden Designer Sophie Birkmayer und Tammo Claassen von der Firma „DO!lab“ nahmen die Herausforderung an. Herausgekommen ist der „Smarte BioGeoDome“, eine Kuppel. Sie wurde so entwickelt, dass auch Laien und Kinder diese aufbauen können. „Man benötigt nur einfaches Werkzeug dafür“, sagt Claassen. Der Beweis dafür wurde schnell geliefert. In Leogang arbeiteten Kinder der Vogelsangschule Saalfelden drei Tage lang an dem Projekt. „Einfach super“, ist von ihnen zu hören.

4,8 Meter im Durchmesser, drei Meter hoch ist die Kuppel des Prototypen. Im Inneren wird eine konstante Temperatur herrschen und die Luftzirkulation ist bei dieser Bauweise sehr gut. Später sollen noch elektronische Hilfsmittel zur Überwachung der Werte verbaut werden.
Petra Buhl führt einen Demeter-Hof, quasi die Steigerung eines Bio-Hofes. In der Kuppel wird sie alte und seltene Samen anpflanzen: „Weißmais, alte Getreide- und auch alte Tomatensorten.“ Den Start macht jetzt aber das Wintergemüse.
Die Verbindung zwischen Buhl und den Designern entstand durch das Förderprogramm LABS4SME, welches das Projekt auch finanziell unterstützt. Diese stellen die Vernetzung zwischen kleinen Betrieben, Makerspaces - Mitmachwerkstätten - und Labs her. „Es ist ein Netzwerk für alle die Dinge selbst in die Hand nehmen und auch herstellen wollen“, erklärt die Designerin. Aus dem Makerspace kommt die Design-Unterstützung, in den Labs werden die Teile mit technischer Unterstützung selbst angefertigt.

Von
Felix Roittner
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