„Ich bin ja eh geständig“, sagt der 43-Jährige, der den Buben nicht mehr sehen darf. Und die ebenfalls misshandelte Tochter nur noch unter strengster Aufsicht. „Ich tät das Rad ja zurückdrehen, wenn ich es könnte. Aber ich kann es nicht.“
Daher sitzt der Gailtaler regungslos vor Gericht und nickt betreten, wenn ihm vorgehalten wird, was er zu verantworten hat: Ein kleines, wehrloses Kind drangsaliert, gequält, gedemütigt und geschlagen haben – so heftig, dass der Bub mit zwei blutigen Zähnen in der Hand in die Schule kam!
Die Lehrer schlugen Alarm; die Mutter ließ sich mittlerweile von dem Mann scheiden. Das jahrelange Martyrium der Kinder wird aber nicht so schnell aufzuarbeiten sein, der Gutachter spricht gar von schweren psychischen Dauerfolgen. Urteil: ein Jahr teilbedingte Haft - nicht rechtskräftig.
von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"
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