Schon im Mai 2017 war der Architekten-Wettbewerb abgeschlossen: Das Ex-Asfinag-Gelände bei Salzburg-Mitte wird zweigeteilt. Die Obus-Remise der Salzburg AG übersiedelt hierher. Der Rest sind Büros und Wohnbau. Doch das Projekt kommt nicht aus der Warteschleife. Die „Krone“ recherchierte die Hintergründe.
„Warum liegen noch keine Raumordnungsverträge zwischen Stadt und Bauträger vor?“, will NEOS-Gemeinderat Günter Eckerstorfer von VP-Bürgermeister Preuner und Stadtrat Padutsch (BL) wissen.
Und tatsächlich stehen die Details - Architektenwettbewerb, Gestaltungsbeirat - schon seit Monaten fest. Wohnen und Gewerbe soll nahe der Autobahn verbunden werden. Eine Projektgemeinschaft rund um das Bauunternehmen Hillebrand aus Wals realisiert das Projekt. Als Sieger gingen die beiden Büros kofler architects aus Salzburg und die LP architektur in Altenmarkt hervor. Doch passiert ist seither nichts
Knackpunkt ist der Aufteilungsschlüssel bei den Wohnungen: Der Anteil an geförderten Mietwohnungen (jetzt 60 Prozent) realisiert doch ein gemeinnütziger Bauträger. Dafür kommen für den gewerblichen Träger zu 25 Prozent frei finanzierten Wohnungen 15 Prozent mit Preisobergrenzen. Die Stadt sieht so Möglichkeiten, Druck aus der enormen Preisentwicklungen zu nehmen. Es geht noch um die Widmung. Ein Entwurf für einen Raumordnungsvertrag dauerte.
Der vorgeschriebene Kaufpreis steht noch zur Diskussion: Bürgermeister Harald Preuner will kein sündteures Wohnen und spricht von 3500 Euro/m2, womit der Bauträger nicht glücklich ist. Stadtrat Johann Padutsch erinnert an hohe Errichtungskosten und will bis zu 3950 Euro/m2 gehen. Vom Bauträger nur soviel: „Wir sind in konstruktiven Gesprächen.“
Gekoppelt sind an die Verzögerung auch die Übersiedlungspläne der Salzburg AG mit der Obus-Remise aus der Alpenstraße. Wenn das über die Bühne geht, wird dort auch Platz für Wohnen frei. Beobachter vermuten Zusammenhänge mit der Umbesetzung im Aufsichtsrat der Salzburg AG. Der Beschluss in der Stadt ist vertagt. Es gibt Anfang Oktober weitere Gespräche mit dem Bauträger.
Diskussionen auch über Projekt in Salzburg-Sam
Der Preis bestimmt auch den Zeitplan beim Projekt in Salzburg-Sam, wo ebenso der gewerbliche Anbieter aus Wals bauen will. Nachbarn protestieren. „Dass dort weniger geförderte Miete entsteht, ist nicht möglich“, erteilt Padutsch einem neuen Verteilungs-Schlüssel eine Abfuhr.









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